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Mugello und München - Lewis Hamilton feiert seinen Sieg beim F1-Rennen in Mugello mit einer politischen Botschaft. Jetzt droht dem Briten dafür allerdings eine Strafe, die FIA ermittelt.

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Lewis Hamilton war auch in Mugello der Mann des Rennens.

Der Brite fiel beim Großen Preis der Toskana aber nicht nur mit seinem Sieg auf, dem 90. in seiner Karriere. Er sendete auch eine wichtige politische Botschaft. Vor und nach dem Rennen trug der Sportler ein T-Shirt mit der Aufschrift "Arrest the cops who killed Breonna Taylor." Auf dem Rücken des sechsmaligen Weltmeisters prangte zudem eine Foto der Getöteten mit der Aufschrift "Say her name".

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Hamilton trug das schwarze Shirt mit rosafarbener Schrift vor dem Rennen bei der Nationalhymne, bei der wöchentlichen Anti-Rassismus-Aktion der Formel 1, als auch auf dem Podium bei der Siegerehrung und bei den TV-Interviews.

Ermittlungen gegen Hamilton

Für diese Aktion droht dem Briten allerdings Ärger. Wie die Daily Mail berichtet, ermittelt die FIA gegen den Mercedes-Piloten. Die FIA-Statuten verbieten politische Äußerungen jeglicher Art. Wie ein Offizieller gegenüber der britischen Zeitung erklärte, habe Hamilton "eine Grenze überschritten."

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Wie groß die Strafe für den 35-Jährigen ausfallen könnte, ist noch unklar. Mutmaßlich könnte Hamilton eine Geldstrafe aufgebrummt bekommen.

Breonna Taylor, eine US-amerikanische Rettungssanitäterin, wurde am 13. März in Louisville (Kentucky) bei einem Einsatz der Polizei in ihrer Wohnung erschossen, weil die Beamten vermutete hatten, dass ihr Ex-Freund mit Drogen handelt.

Hamilton seit Jahren engagiert

Seit dem Tod der 26-Jährigen Afroamerikanerin kommt es in den Staaten vermehrt zu Protesten gegen Polizeigewalt. Der Tod von George Floyd heizte die "Black Lives Matter"-Bewegung zudem weiter an.

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In den Sozialen Netzwerken äußerte sich der Mercedes-Pilot später zu seiner Aktion. "Es ist sechs Monate her, seitdem Breonna Taylor von Polizeibeamten in ihrem eigenen Zuhause erschossen wurde. Es gibt noch immer keine Gerechtigkeit. Wir werden nicht schweigen", ist dort zu lesen.

Auch gegenüber den Journalisten in der Pressekonferenz betonte der 35-Jährige die Wichtigkeit seines Engagements. "Es kann nicht sein, dass die Polizisten immer noch frei herumlaufen und weiter Rassismus betreiben können. Man muss darauf aufmerksam machen."

Hamilton engagiert sich seit vielen Jahren gegen Rassismus, den er als Kind selbst erlebte. Er ist der einzige schwarze Fahrer in der Königsklasse.