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München - Max Verstappen kann in seinem Red Bull nicht mit Lewis Hamilton mithalten. Der Niederländer wünscht sich gleiche Voraussetzungen, um zu beweisen, wer besser ist.

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Verliert Red-Bull-Pilot Max Verstappen bald die Geduld mit seinem Team?

Nach seinem erneuten Ausfall beim Grand Prix der Toskana könnte man das vermuten. Wütend warf er das Lenkrad aus dem Auto und stapfte wie ein wilder Stier mit Helm zurück in seine Box.

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Der Frust kommt von seinem Selbstbewusstsein, das ihm einredet: Mit gleichen Waffen kann er jeden schlagen, auch Lewis Hamilton! "Egal, wen sie auch neben mich setzen", davon ist der jüngste GP-Sieger aller Zeiten überzeugt, "ich werde sie alle schlagen." Verstappens Image in der Königsklasse ist mittlerweile so gut, dass kaum jemand dieser Aussage widerspricht.

Kommt Hamilton zu Red Bull?

Allein: Red Bull kann auch in dieser Saison nicht mit Mercedes mithalten. Im Red Bull liegt die Hürde Hamilton für Verstappen zu hoch. Deshalb, so erfuhr SPORT1, würde der Holländer lieber heute als morgen mit dem britischen Seriensieger in einem Team fahren. Er will unbedingt beweisen, dass er schon der Beste ist.

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Theoretisch ist das sogar noch möglich. Hamilton hat seinen Vertrag mit Mercedes, der Ende dieses Jahres ausläuft, immer noch nicht verlängert. Verstappen hätte nichts dagegen, sollte Red Bull ihn für 2021 verpflichten. So könnte er ihn mit gleichen Waffen schlagen und 2021 Weltmeister werden. Wenn nicht, wird es schwer.

"Durch Corona sind die Entwicklungsmöglichkeiten für nächstes Jahr eingefroren", so der Niederländer, "vielleicht gelingt es uns, näher ranzukommen. Aber schlagen können wir sie kaum."

Verstappen sauer auf Honda

Der Frust sitzt so tief, dass Red Bulls Motorpartner Honda auch schon sein Fett abbekommt. Zweimal hintereinander habe Verstappen die gleichen Motorprobleme gehabt, flucht er öffentlich. "Das ist nicht zu akzeptieren." Klar ist: Die Flitterwochen mit Honda sind beendet, der Ton wird rauer.

Nur Red Bull-Motorsportchefberater Helmut Marko bleibt (noch) ruhig. "Honda hat Fortschritte gemacht, doch Mercedes ist gerade im Bereich der Batterien noch überlegen. Da müssen wir jetzt ansetzen." Die zwei Motorprobleme erklärt Marko bei SPORT1 so: "Honda hat Ingenieure ausgetauscht. Vielleicht gab es deshalb die unerwarteten Schwierigkeiten."

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Fest steht: Marko hat es nicht einfach im Moment. Er muss Honda zufrieden stellen und seinen besten Fahrer bei der Stange halten. Dazu kommt: Bisher hat sich Honda nur bis 2021 zur Formel 1 bekannt. Einige Insider wie Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone gehen davon aus, dass die Japaner ihr F1-Engagement Ende 2021 beenden könnten. "Die Entscheidung soll Anfang Oktober fallen", ist sich Marko sicher.

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Red Bull braucht starken Motor

Verstappen ist das egal. Er will endlich gleiche Waffen haben, um Hamilton herauszufordern. Je früher desto besser. Das weiß auch Marko. "Eigentlich hat Max einen festen Vertrag für 2021. Aber es ist uns durchaus bewusst, dass wir ihm auch einen konkurrenzfähigen Motor zur Verfügung stellen müssen", so der Österreicher.

Konkurrenzfähigkeit ist in Zahlen so definiert: Mehr als drei Zehntelsekunden pro Runde darf der Motor auf die Konkurrenz nicht verlieren. Auf Strecken mit langen Geraden verliert Honda derzeit mehr auf Mercedes. So wie beim nächsten Rennen in Sotchi am Sonntag in einer Woche.

Die Japaner müssen muss jetzt unbedingt bessere Leistungen zeigen. Auch wegen Verstappen.