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München - Der Grand Prix von Sotschi endet enttäuschend für Lewis Hamilton - nicht nur wegen des verpassten Rekords von Michael Schumacher. SPORT1 zeigt die Pressestimmen.

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Für den Formel-1-Superstar war es eher ein Rennen zum Schnell-Abhaken: Lewis Hamilton verpasste in Sotschi seinen 91. Grand-Prix-Sieg, mit dem er den Rekord von Michael Schumacher eingestellt hätte.

Zwei Zeitstrafen bremsten den Briten ein, so dass sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas auf Platz eins raste. Auch für Sebastian Vettel und Ferrari lief es einmal mehr unrund.

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SPORT1 zeigt die Pressestimmen zum Rennen.

ITALIEN

La Repubblica: "Ist es möglich, dass ein so starker Fahrer, ein Phänomen wie Hamilton, die Regeln nicht kennt? Es ist möglich. Und heute hatten wir den Beweis, eigentlich zwei. Also nur ein Rat: Außer Gewichten im Fitnessstudio auch manchmal ein Buch in die Hand zu nehmen. Zumindest das mit den F1-Regeln... Hamilton verliert die Konzentration und verfehlt Schumachers Rekord. Der Brite zahlt einen hohen Preis für zwei naive Fehler vor dem Start, die sein Rennen ruinieren. Für Ferrari ist der Tag dank der Leistung Leclercs weniger grau als befürchtet."

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Gazzetta dello Sport: "Der Angriff auf Michael Schumachers Rekord ist diesmal gescheitert, aber Hamilton könnte es bereits in zwei Wochen in Deutschland schaffen: In der Heimat des Mythos Schumacher."

Corriere dello Sport: "Nach fünf katastrophalen Rennen ist Leclercs sechster Platz ein Trost und ein Hoffnungsschimmer für Ferrari. Es ist unbestreitbar, dass zumindest an Leclercs Auto ein beträchtlicher Fortschritt gemacht worden ist."

Tuttosport: "Lewis Hamilton ist verbittert und erklärt sich als Opfer eines Systems, in dem er zwar erfolgreich ist, sich aber nicht immer verstanden fühlt. Ferrari tankt ein wenig Zuversicht. Nach fünf dramatischen Rennen sendet Maranello ein Lebenszeichen."

Corriere della Sera: "Auf der letzten Meile vor Schumachers Rekord wird es Hamilton schwindlig. Der Brite verliert sich und schenkt Bottas den Sieg. Ferrari sendet wieder Lebenszeichen. Leclerc schafft es vom zehnten auf den sechsten Platz, was Anlass zur Hoffnung gibt."

ENGLAND

Guardian: "Hamilton fühlt sich von den Stewards ungerecht behandelt. Er behauptet, dass sie ihn stoppen wollen, weil er zu erfolgreich ist. Natürlich war es kein perfekter Tag für Lewis, aber ein Platz auf dem Podium ist ja nicht das Schlechteste. Bottas sagt danke, der Finne feierte seinen erst zweiten Sieg der Saison. Die Stimmung in der Garage hätte jedoch nicht eisiger sein können."

Daily Mail: "Hamilton kam nach Sotschi, um sich in den Rekordbüchern der Formel 1 zu verewigen. Als er Russland verließ, verfluchte er stattdessen das Regelbuch. Die Mercedes-Fahrer überboten sich im Fluchen: Hamilton nannte seine Bestrafung einen großen Bullshit, Bottas beschimpfte seine Kritiker nach dem geschenkten Sieg: F*** you!"

Sun: "Hamilton schimpfte über eine lächerliche Bestrafung und beschuldigte die Stewards, ihn mit allen Mitteln einbremsen zu wollen. Bottas nahm den geschenkten Sieg an und attackierte seine Kritiker - das war ein merkwürdiges Wochenende für Mercedes. So richtig freuen wollte sich niemand."

SPANIEN

Marca: "Bottas kann die doppelte Strafe gegen Hamilton für sich nutzen. Es war ein Geschenk für Bottas in Sotschi. Trotzdem: Hamilton riecht seit zwei Monaten nach Weltmeister. Für Vettel läuft es weiterhin nicht rund, das Auto ist einfach nicht auf der Höhe."

AS: "Bottas gewinnt, Hamilton kocht vor Wut. Eine schwer zu erklärende Strafe bugsiert den Briten ins Abseits und schenkt dem Finnen den Sieg in Sotschi. Hamiltons Party wurde gecancelt, er muss weiterhin darauf warten, mit Schumacher gleichzuziehen. Für Vettel ist es weiterhin eine Weltmeisterschaft zum Vergessen."

Sport: "Bottas wird zum Partyschreck für Hamilton in Russland. Valtteri holt sich entgegen aller Prognosen das Rennen in Sotschi. Die Zeitstrafe für Hamilton kam dem Finnen entgegen. Ferrari muss sich Gedanken machen, was da los ist. Sie sind weiterhin weit weg von der Elite. Richtig Spannung kam in Sotschi selten auf."

El Mundo Deportivo: ""Es gibt Tage, an denen es besser wäre, das Bett gar nicht erst zu verlassen. Zu schlafen und zu warten, dass die Nacht wiederkommt. Dieser Sonntag war einer dieser Tage für Hamilton, der normalerweise vom Siegerglück begleitet wird. (...) Er hätte den historischen Rekord von Michael Schumacher von 91 Siegen in der Formel 1 egalisieren können. Doch statt eines denkwürdigen Tages, wurde es für Lewis ein Tag zum Vergessen. Er wollte mit Schumacher gleichziehen und seinen Legendenstatus ausbauen, jetzt kann er es ausgerechnet am Nürburgring in der Heimat des Kaisers vollenden. Leclerc holt für Ferrari einen sechsten Platz, trotzdem reicht es einfach nicht, um weiter oben mitzuspielen."

El País: "Die Pole Position, die ihm (Hamilton) am Samstag zugeteilt wurde, brachte ihn in die beste Position (...) für den 91. Triumph seiner Karriere, eine Rekordzahl, die ihn in dieser Statistik auf ein Niveau mit Michael Schumacher gebracht hätte. Und doch hinderte ihn ein für einen Fahrer seiner Kategorie unangemessener Fehler, der Ausrutscher eines Anfängers, daran, den Rekord des Deutschen zu erreichen."

FRANKREICH

L'Équipe: "Schon vor dem Start war alles verloren. Hamilton machte zwei Fehler, und sein vergnügter Leutnant Bottas ergriff die unverhoffte Chance."

ÖSTERREICH

Kronenzeitung: "Strafe vermiest Hamilton den Schumi-Rekord. Hamilton musste im Rennen zwei Fünf-Sekunden-Strafen absitzen. Damit war seine Rekordjagd ziemlich schnell zum Scheitern verurteilt. Bottas überholte Verstappen am Start, anschließend war Hamiltons Unheil sein Glück."

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Kurier: "Nichts wurde es mit dem 91. Sieg für Lewis Hamilton, mit dem er den Rekord von Michael Schumacher egalisiert hätte. Dabei machte der Brite im Rennen alles richtig. Am Start konnte er mit einem harten, aber fairen Manöver gegen Bottas ebenso seine Führung behaupten, wie nach einer frühen Safety-Car-Phase. Nach seinem Boxenstopp pflügte er als schnellster Mann durch das Feld. Am Ende reichte es zwar mit Rang drei für einen Podestplatz. Doch das entspricht nicht den Ansprüchen des sechsfachen Weltmeisters. Hamilton machte seinen Fehler in der Runde zur Startaufstellung. Da absolvierte er zwei Probestarts, wo er es nicht hätte tun dürfen. Die Folge war eine Strafe von insgesamt zehn Sekunden, die sein Rennen ruinierte."

SCHWEIZ

Blick: "Der sechsfache Weltmeister Lewis Hamilton macht den Titelkampf mit seinen Flops selber spannend. Doch nach dem dritten Platz hinter Bottas und Verstappen in Sotschi droht dem Briten in den nächsten vier Rennen vielleicht sogar eine Strafpause!"

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)