Monisha Kaltenborn (r.) hätte Simona de Silvestro gerne ein Formel-1-Cockpit angeboten
Monisha Kaltenborn (r.) hätte Simona de Silvestro gerne ein Formel-1-Cockpit angeboten © Imago
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2015 steht mit Simona de Silvestro eine junge Frau vor einer Formel-1-Karriere. Warum dieser historische Schritt scheitert, erklärt deren damalige Chefin bei SPORT1.

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Noch nie hat es eine Frau geschafft, als Pilotin dauerhaft in der Formel 1 zu bestehen.

Immerhin acht Rennen in Folge bestritt Lella Lombardi in der Saison 1975 - und schaffte es damals als bislang einzige Frau in die Punkteränge eines Grand Prix'.

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Insgesamt aber sind weibliche Piloten in der Formel 1 bislang so gut wie unsichtbar geblieben. Nur fünf traten überhaupt an, die bislang letzte war Giovanna Amati - im Jahr 1992.

Einer jungen Schweizerin waren gute Chancen eingeräumt worden, diese traurige Geschichte zu beenden und ein ganz neues Kapitel in der Historie der Formel 1 aufzuschlagen.

De Silvestro empfiehlt sich für die Formel 1

2014 wechselte Simona de Silvestro als 25-Jährige aus der IndyCar-Serie zum Team Sauber in die Formel 1. Ihre Erfolge in den USA konnten sich sehen lassen: bester Rookie bei Indy500, mehrere Top-Ten-Platzierungen und als Höhepunkt das Podest in Houston 2013.

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Der Weg als Stammfahrerin in der Formel 1 ab dem Jahr 2015 war das Ziel. Doch dazu kam es nicht, obwohl sie bestens vorbereitet war und bereits die Kriterien für die benötigte Superlizenz der FIA erfüllt hatte.

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"Wir haben ihr die Tests bezahlt. Das ist ein relativ teures Unterfangen. Wir haben sie auch so weit gebracht, dass sie die Kilometeranzahl hatte zu kompetitiven Zeiten. Das heißt, die FIA war auch bereit, ihr die Superlizenz auszustellen", sagte die damalige Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 und fügte an: "Ich hätte sie durchaus genommen."

Allerdings, so Kaltenborn habe die Seite von De Silvestro ihren Teil des Deals nicht erfüllt: "Sie ist ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen." Mehr Unterstützung habe Sauber ihr nicht bieten können. "Den Rest hätte sie selber machen müssen, hat sie aber nicht getan", sagte Kalenborn.

Und so wartet die Formel 1 weiterhin auf die weibliche Revolution in der Männer-Domäne Formel 1.