Ineos-Chef Sir Jim Ratcliffe (l.) hat mit Mercedes-Chef Toto Wolff einen Sponsorenvertrag geschlossen
Ineos-Chef Sir Jim Ratcliffe (l.) hat mit Mercedes-Chef Toto Wolff einen Sponsorenvertrag geschlossen © Getty Images
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München - Eddie Jordan will wissen, dass Mercedes einen Großteil seiner Anteile an den Silberpfeilen verkauft und Toto Wolff als Motorsportchef abtritt. Wolff dementiert die Meldung prompt.

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Er hat es wieder getan: Eddie Jordan (72). Das Orakel hat orakelt. Ende 2009 sagte er Michael Schumachers Comeback bei Mercedes voraus, 2012 sein Karriereende. Danach kündigte er seinen Nachfolger bei Mercedes an: Lewis Hamilton.

Seitdem hört die Formel-1-Welt hin, wenn der ehemalige Formel-1-Teamchef etwas sagt. Vor allem, wenn es so eine News ist wie heute in der Daily Mail on Sunday.

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Da verrät das irische Orakel, dass Mercedes sein Formel-1-Team verkaufen will. "Das Team wird von Sir Jim Ratcliffe und Ineos übernommen werden", verrät Jordan. "Der Name Ineos ist sowieso schon auf der Seite des Autos und sie haben eine technologische Partnerschaft."

Jordan: "Wolff wird Team nicht mehr leiten"

Jordan weiter: "Das Team wird weiterhin von der Fabrik in Brackley aus geführt und Mercedes wird einen Anteil von 30 Prozent behalten. Es wird aber nicht mehr als Mercedes bekannt sein, und Teamchef Toto Wolff wird es nicht mehr leiten."

Der Deal soll einen Wert in der Größenordnung von 700 Millionen Pfund haben. Und er würde tatsächlich ins Bild passen. Ineos-Chef Radcliffe, der reichste Mann Großbritanniens, hat bereits letztes Jahr das Profi-Radteam "Sky" übernommen, finanziert Ben Ainslie's America's Cup-Segelteam und besitzt die französische Fußball-Mannschaft von Nizza. Der Besitz eines F1-Teams würde ihm und dem Chemieriesen Ineos noch einmal ein ganz neues Niveau an Sichtbarkeit und Publicity bringen.

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Ineos wurde zu Beginn dieser Saison als Sponsor von Mercedes vorgestellt. Der Schriftzug prangt in burgunderroten Buchstaben auf dem Silberpfeil. Und: Die Partnerschaft wird längst über die Formel 1 hinaus gelebt. Eine Gruppe von 18 Mercedes-Ingenieuren wurde beispielsweise entsandt, um am Segelboot AC75 des Ineos Team UK für die Teilnahme am America's Cup zu arbeiten.

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Mercedes dementiert bislang alle Gerüchte über einen Verkauf des Teams und Toto Wolffs Abgang oder Aufstieg. Auch jetzt hat ein Sprecher betont: "Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Gerüchte und Spekulationen kommentieren."

Wolff dementiert Bericht

Allerdings hatte auch SPORT1 bereits im Frühsommer exklusiv berichtet, dass Mercedes das Formel-1-Team teilweise abgeben und Toto Wolff eine neue Rolle im Aufsichtsgremium des Teams einnehmen will. Wolff selbst facht die Spekulationen seitdem immer wieder an, indem er seine zukünftige Rolle als Teamchef regelmäßig hinterfragt.

Die aktuelle Vorhersage des Orakels Eddie Jordan weist aber auch er ins Reich der Fabel. Wolff bei RTL: "Am Ende des Tages ist es das Mercedes-Team und wird auch immer das Mercedes-Team bleiben. Es wird auch keinen Mehrheitsverkauf oder Verkauf geben. Das ist alles ein bisschen zusammengestrickt." Zu seiner eigenen Rolle sagt er: "Ich habe immer gesagt, dass ich der Formel 1 und Mercedes treu bleiben möchte."