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München - Noch ist nicht klar, was Sebastian Vettel nach seiner Ferrari-Zeit macht. An Angeboten dürfte es dem Deutschen nicht mangeln. Eines liegt ihm nun aus der WEC vor.

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Wechselt Sebastian Vettel innerhalb der Formel 1? Sucht sich der 33-Jährige eine neue sportliche Herausforderung? Oder beendet er sogar seine Karriere?

Derzeit ist noch völlig offen, wie es für Vettel nach Ende seines Vertrags bei Ferrari zum Saisonende weitergeht. Viel wurde über ein Engagement bei anderen F1-Teams wie Aston Martin oder Red Bull spekuliert, doch der viermalige Weltmeister selbst hält sich bedeckt. (Rennkalender der Formel 1)

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Dank der Meriten, die er sich im Laufe seiner Karriere erarbeitet hat, dürfte es kein Problem sein, irgendwo rennfahrerisch unterzukommen - sofern Vettel es denn will.

Glickenhaus will Vettel in die WEC locken

Ein lockeres Angebot aus einer anderen Weltmeisterschaftsserie liegt ihm nun vor. Der US-amerikanische Millionär James Glickenhaus könnte sich Vettel gut in der WEC (ausgewählte Rennen der World Endurance Championship LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) vorstellen.

"Wenn Sebastian das also gerne mal ausprobieren möchte und für mich fahren möchte, dann würde ich mich sehr freuen, ihn zu haben", erklärte Glickehaus dem Portal Dyler, schränkte jedoch sofort ein: "Ich kann ihm nur nicht so viel zahlen wie Ferrari."

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Dass ab 2021 nicht mehr so viel auf Vettels Konto fließt wie bisher, ist offensichtlich. Um den finanziellen Aspekt wird es dem Heppenheimer primär ohnehin nicht gehen.

Ferrari-Fan, Film-Produzent und Teambesitzer

Was ist das also für ein Angebot, dass ihm Glickenhaus da macht?

Der als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent berühmt und reich gewordene US-Amerikaner engagiert sich seit etwa eineinhalb Jahrzehnten im Motorsport. Sein Team "Scuderia Cameron Glickenhaus" will ab 2021 in der neuen WEC-Kategorie Hypercar an den Start gehen.

James Glickenhaus ist hauptsächlich aus dem Filmgeschäft bekannt
James Glickenhaus ist hauptsächlich aus dem Filmgeschäft bekannt © Imago

"Wenn Sebastian jemals zu uns kommen und Le Mans fahren möchte, dann haben wir ein Cockpit für ihn", betonte Glickenhaus noch einmal. Der 70-Jährige ist zwar Fan der Marke Ferrari - er ist beispielsweise mit Präsident Luca di Monetezemolo befreundet - doch den zweifelhaften Umgang mit Vettel hat er nicht mit Wohlwollen verfolgt.

Folgt Vettel Alonso und Co.?

"Ich weiß nichts über die interne Arbeit bei Ferrari, aber als Außenstehendem ist mir klar, dass sie eine lange Historie haben, Fahrer schlecht zu behandeln", sagte Glickenhaus und ergänzte: "Ferrari scheint die Tradition der schlechten Behandlung (bei Vettel, Anm. d. Red.) fortzusetzen, und ich halte das für keine gute Sache."

Aber warum kommt Glickenhaus ausgerechnet auf Vettel? "Er ist eher ein Typ der alten Schule, und das mag ich", erklärte er.

Sollte es wirklich zu einem Vettel-Engagement in der WEC kommen, wäre er bei weitem nicht der erste ehemalige Formel-1-Pilot, der in Le Mans und Co. herumkurvt. Zuletzt verdingte sich Ex-Weltmeister Fernando Alonso in der Langstrecken-WM, der 2021 in die Königsklasse des Motorsports zurückkehrt.