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München - Sebastian Vettel macht wenig Hoffnung auf Besserung beim Ferrari-Motor. Den Zoff mit seinem Noch-Team und einen vorzeitigen Abgang spielt er herunter.

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Sebastian Vettel hat Stellung zu seinen jüngsten Unstimmigkeiten mit Ferrari bezogen - und vor dem anstehenden Grand Prix von Belgien in Spa (28. August, 1. freies Training im LIVETICKER) wenig Mut versprüht, dass die stark kriselnde Scuderia in dieser Saison technisch noch einen Sprung nach vorn machen wird.

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Insbesondere so dringend benötigte Fortschritte beim Motor nannte der zum Saisonende bei Ferrari scheidende Vettel in einem Interview mit Sky-Experte Ralf Schumacher "eher schwierig. So, wie das Reglement ist, kommt für dieses Jahr keine Überraschung mehr."

Rückblickend auf das erneute Desaster beim Rennen von Silverstone und Defiziten zuletzt auch beim Großen Preis von Spanien in Barcelona fügte Vettel an: "Wir hatten leider einen Motorschaden in England. Je nachdem, wie viele Rennen es dieses Jahr noch gibt, wird sich zeigen, ob mich das wirklich trifft oder nicht. Der Motor ist nicht mehr einsatzfähig, auch nicht mehr für den Freitag. Das war sehr deutlich. Auf der Seite gibt es keine Hoffnung."

Vettel: Mit Sicherheit nicht alles korrekt gelaufen

Die Schwierigkeiten mit dem SF1000 bleiben für den Heppenheimer eigenen Angaben zufolge rätselhaft, die er bisher "auch noch nicht ganz verstanden" habe. "Gerade heute ist das sehr transparent - man sieht ja alles, was der Teamkollege macht. In der Regel nähert man sich an", so Vettel.

"Aber die Chance blieb mir irgendwie verwehrt, beziehungsweise war es mir nicht möglich", sagte der 33-Jährige. "Ich habe sehr viel probiert, sehr viel mit dem Auto gekämpft und getan, aber ..."

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Er versuche nun, aus der Situation "das Beste rauszuholen" - und dabei auch die verbleibende Zeit nach sechs Jahren bei Ferrari zu einem "versöhnlichen Ende" zu bringen.

Die der Öffentlichkeit zuletzt live am Boxenfunk nicht entgangenen Spannungen zwischen ihm und seinem Team, versuchte Vettel zu relativieren: "Das ist ganz normal, dass man sich hier und da mal uneinig ist."

"Generell stehe ich zu den Leuten, die mir über die Jahre so viel gegeben haben, und bin nicht daran interessiert, da abzulassen", so Vettel weiter. "Mit Sicherheit ist nicht alles immer korrekt gelaufen. Aber ich glaube, das kann man wahrscheinlich immer auf beiden Seiten so sehen."

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Vettel wiegelt Gerüchte um vorzeitigen Abgang ab

Vettel tat auch die Gerüchte ab, denen zufolge es bereits vor Saisonende zur Trennung mit Ferrari kommen könnte.

Schumacher hatte dazu einen Vergleich mit Alain Prost gezogen, der 1991 vor Vertragsablauf entlassen worden war, weil er öffentlich die Servolenkung des Ferrari kritisiert hatte.

"Bis jetzt hatten wir noch keine Probleme mit der Servolenkung. Ist noch alles gut", meinte Vettel dazu trocken.