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München und Spa-Francorchamps - Beim Großen Preis von Belgien landen die beiden Ferrari-Piloten Vettel und Leclerc weit weg von den Punkterängen. Teamchef Binotto sieht dennoch keine Krise. Stimmen.

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Was sich in den vergangenen Tagen schon abgezeichnet hatte, zeigte sich auch im Rennen zum Großen Preis von Belgien.

Ferrari ist derzeit nur noch ein Schatten des einstigen Top-Teams in der Formel 1. In Spa landeten Sebastian Vettel und Charles Leclerc auf den Plätzen 13 und 14. Damit wiederholten sie genau ihre Platzierungen aus dem Qualifying - mit dem einzigen Unterschied, dass sie ihre Positionen tauschten.

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Schlussendlich ändert sich damit aber nichts an der katastrophalen Gesamt-Perfomance des Teams, was auch an den Reaktionen der Fahrer abzulesen war. Teamchef Mattia Binotto überraschte jedoch mit der Aussage, das Team befinde sich nicht in einer Krise.

Ganz anders die Stimmungslage bei Mercedes: Lewis Hamilton fühlt sich nach seinem insgesamt 89. GP-Sieg seiner Karriere so fit wie nie. Hoffnungen auf mehr Spannung in der Formel 1 kann der Brite folglich nicht machen.

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Großen Preis von Belgien von Sky, ORF und den Medienrunden zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1:

"Das war heute kein einfaches Rennen. Am Ende hatte ich ein paar Vibrationen und viel Gummi verloren. Je mehr Gummi man verliert, desto mehr sackt die Temperatur des Reifens ab. Ich war dann ein bisschen nervös, dass es so kommt wie in Silverstone (damals schleppte er sich auf einem platten Reifen gerade noch zum Sieg, Anm. d. Red.). Aber ich habe mir umsonst Sorgen gemacht. Ich weiß, nicht jeder will sehen, dass immer Mercedes vorne steht, aber für uns ist es egal, wie erfolgreich wir sind: Wir bleiben weiter demütig und werden auch nach diesem Rennen schauen, wo wir uns weiter verbessern können."

Valtteri Bottas (Mercedes), Platz 2:

"Am Anfang hatte ich kurz die Möglichkeit, an Lewis vorbeizugehen. Aber er hat das dann sehr gut gemacht. Da bin ich nicht mehr hinterher gekommen. Er fährt einfach so gut."

Max Verstappen (Red Bull), Platz 3:

"Es war ziemlich langweilig heute. Nach vorne ging nichts und von hinten kam kein Druck. Am Ende sind mir dann die Reifen ausgegangen. Ich habe versucht, Druck auf Valtteri auszuüben. Aber die Mercedes sind mir davongefahren."

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 13:

"Unter dem Strich war das heute nicht das Gelbe vom Ei - auch das ganze Wochenende nicht. Das Ergebnis ist verdient, denn wir waren nicht schnell genug - weder gestern noch heute. Wir haben uns sehr schwer getan. Ich denke, es gibt ein paar Ansätze, aber es ist auch klar, dass sich bis nächste Woche und in den nächsten Wochen nichts dramatisch ändern wird. Trotzdem glaube ich, waren wir dieses Rennen schlechter als die Rennen zuvor. Das müssen wir verstehen."

Charles Leclerc (Ferrari), Platz 14:

"Das ist extrem frustrierend. Für uns war es ein sehr schwieriges Wochenende. Das Rennen war nicht einfacher. Wir hatten bei beiden Boxenstopps von mir Probleme, wodurch ich einige Zeit und Positionen verloren habe. Dann habe ich versucht aufzuholen, aber für uns ist es selbst mit DRS schwierig zu überholen. Wir müssen arbeiten und etwas finden. So ist es sehr schwierig." (Fahrerwertung der Formel 1)

Mattia Binotto (Ferrari-Teamchef):

"Wir befinden uns nicht in einer Krise. Wir sind frustriert und enttäuscht, aber in einer Krise befinden wir uns nicht. Jetzt geht es darum, den Frust in Entschlossenheit umzuwandeln. Es ist eine schwierige Zeit. Es gibt keine Entschuldigung für das schlechte Abschneiden in Spa."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Von der Pace her war es okay, denke ich. Da hatten wir Reserven. Am Ende war es aber auf der Einstoppstrategie total marginal. Wir hatten überhaupt keinen Gummi mehr. Vibrationen ohne Ende, auch Verstappen. Da kann natürlich von einer Sekunde auf die andere der Reifen kaputtgehen. Du hast einen Platten und dann verlierst du das Rennen. Deswegen war am Ende, die letzten fünf, sechs Runden so ein bisschen Zittern dabei."
Franz Tost (Alpha-Tauri-Teamchef):

zur Situation bei Ferrari...

"Es ist eine wilde Geschichte, die da bei Ferrari abgeht. Und Sebastian befindet sich da mittendrin. Ich verstehe nicht, warum sie so weit hinten sind. Sebastian leidet natürlich."