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Die Rückkehr von Nico Hülkenberg wird zum Albtraum. Die Technik seines Racing Point streikt und verhindert einen Start in Silverstone. Die Hoffnung bleibt trotzdem.

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Der "krasse Krimi" des Nico Hülkenberg hatte ein bitterböses Ende.

Am wohl turbulentesten Rennwochenende seiner Karriere wurde der unerwartete Rückkehrer zur tragischen Figur der Formel 1: Minuten vor dem Start zum Großen Preis von Großbritannien trat am Racing Point des Emmerichers ein Problem am Getriebe auf, hektische Betriebsamkeit in der Garage der Pink Panther brach aus - am Ende blieben pure Enttäuschung und betretene Mienen. 

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"Ganz genau kann ich nicht sagen, was los war", sagte ein geknickter Hülkenberg am RTL-Mikrofon: "Der Motor war nicht zu starten. Das ist bitter. Ein krasser Krimi, in dem ich mich befinde. Es ging nix, da war nix zu reparieren." Hülkenbergs Achterbahnfahrt der Gefühle endete am absoluten Tiefpunkt.

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Racing Point macht Hülkenberg ein Angebot

Dabei begann alles wie ein modernes Formel-1-Märchen: Am Donnerstag, Hülkenberg befand sich zwecks Testfahrten für das ADAC GT Masters auf dem Weg zum Nürburgring, klingelte in einem Cafe am Kölner Flughafen das Handy des langen Blonden. Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer hatte ihm ein verlockendes Angebot zu machen: Stammpilot Sergio Perez stand unter Coronaverdacht, ein Ersatz musste her. Hülkenberg zögerte nicht, und nachdem das positive Testergebnis des Mexikaners feststand, machte sich der Deutsche auf den Weg nach Silverstone.

Die gute Nachricht: "Höchstwahrscheinlich" werde Hülkenberg auch am kommenden Sonntag in Silverstone fahren, prognostizierte Szafnauer. Und selbst nach dieser Saison könnte es für ihn in der Formel 1 weitergehen. Nach SPORT1-Informationen ist er bei Haas und Alfa Romeo im Gespräch.

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Hülkenbergs Wochenende begann bereits turbulent.

Am Freitagmorgen zwängte er sich notgedrungen in den Rennoverall des zweiten Racing-Point-Fahrers Lance Stroll, der kurzfristig angepasste Sitz zwickte noch, doch Hülkenberg schlug sich ordentlich. Manch einer mutmaßte schon, dass er in seinem 178. Rennen endlich seinen ersten Podestplatz feiern könnte.

Pause macht sich bemerkbar

Nach den ersten Einheiten machte sich aber nach gut neun Monaten Formel-1-Pause der Körper bemerkbar. Die Beschleunigungskräfte in den schnellsten Kurven in Silverstone betragen mehr als 5G, trainieren kann man so etwas dummerweise nur im Rennwagen.

"Der Nacken streckt im Moment die Zunge raus", erklärte Hülkenberg in seiner pointierten Art: "Das Adrenalin hält mich wach. Ohne Vorbereitung ins Eisbad geschmissen zu werden, ist keine einfache Aufgabe."

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Im Qualifying reichte es "nur" zu Rang 13 - doch von seinen Fahrerkollegen erntete der bei Renault Ende 2019 ausgemusterte "Hülk" jede Menge Anerkennung. "Es sah so aus, als wäre er nie weg gewesen", lobte Weltmeister Lewis Hamilton. Red-Bull-Star Max Verstappen erklärte: "Er ist glücklich, dass er hier dabei ist. Und er sollte auch hier sein, weil er diesen Platz auf dem Grid verdient."

Hülkenberg stellte sich am Sonntagmittag auf "das härteste Rennen meiner Karriere" ein - doch dazu sollte es nicht kommen. 

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mit Informationen des SID

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