Sebastian Vettel fiel es schwer, Optimismus zu verbreiten
Sebastian Vettel fiel es schwer, Optimismus zu verbreiten © Imago
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München und Spa-Francorchamps - Sebastian Vettel und Charles Leclerc zeigen sich ob der erneut katastrophalen Leistung beim Qualifying zum Belgien-GP ernüchtert. Hamilton trauert. Die Stimmen.

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Das Qualifying zum Großen Preis von Belgien in Spa hat das Kräfteverhältnis in der Formel 1 weiter gefestigt.

Während Lewis Hamilton die Konkurrenz wieder in Grund und Boden fuhrt, erreichte die Krise bei Ferrari einen neuen Tiefpunkt. Es war also kein Wunder, dass sowohl Sebastian Vettel als auch Charles Leclerc ihre Leistungen ernüchtert kommentierten. (Das Ergebnis des Spa-Qualifyings

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Hamilton selbst war mit dem Ergebnis zufrieden. Doch beim Briten überwog die Trauer um den an Krebs verstorbenen Schauspieler Chadwick Boseman, den er auch persönlich kannte.

SPORT1 fasst die Stimmen nach dem Qualifying bei Sky und RTL zusammen.

Lewis Hamilton, Mercedes (Startplatz 1):

"Ich wurde mit jeder Runde besser. Wir haben sehr hart im Hintergrund gearbeitet. Die Pole ist heute wirklich wichtig für mich, denn ich wachte auf und bekam die traurige Nachricht, dass Chadwick gestorben ist. Es war so ein hartes Jahr für uns alle, und diese Nachricht hat mich wirklich getroffen. Es war wirklich nicht leicht, danach wieder den Fokus zu finden."

Valtteri Bottas, Mercedes (Startplatz 2):

"Die erste Kurve habe ich nie konstant hinbekommen. Wo der große Rückstand auf Lewis herkommt, weiß ich nicht. Aber ich mache mir keine Sorgen. Der zweite Startplatz ist hier in Spa sehr gut."

Max Verstappen, Red Bull (Startplatz 3):

"Das ist ein gutes Ergebnis. Insgesamt kann ich damit zufrieden sein, auch wenn mir am Schluss die nötige Energie gefehlt hat, um noch an Valtteri vorbei zu kommen. Morgen kann es sehr interessant werden. Wenn man sich den Unterschied bei der Rundenzeit zu Lewis anschaut, denn denke ich nicht, dass wir im Rennen plötzlich kämpfen können. Wenn das Wetter aber verrückt spielt, wird es sehr viel Spaß machen."

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Daniel Ricciardo (Startplatz 4):

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Qualifying, und mit dem Wochenende insgesamt. Wir hatten schon gestern guten Speed bewiesen. Spa, Monza - die Strecken, auf denen wenig Abtrieb gefordert ist, die waren schon vergangenes Jahr gut für uns. So scheint es auch in diesem Jahr zu sein. Ich bin ziemlich zufrieden. Wenn es regnet, dann regnet es. Ich hoffe aber auf ein Rennen im Trockenen. Wir haben schließlich eine gute Ausgangslage und unser Topspeed ist ebenfalls gut. Beim Start haben wir eine echte Chance. Danach könnte ich mich wohl eine Weile verteidigen, wenn es erforderlich wäre. Das wäre der Plan: Beim Start ein paar Plätze gewinnen und dann die Ellbogen ausfahren."

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Charles Leclerc, Ferrari (Startplatz 13):

"Um ehrlich zu sein: Es ist sehr schwierig, eine Erklärung zu finden. Es ist ein großer Rückschritt im Vergleich zu den anderen. Wir müssen versuchen, das Hauptproblem zu finden, und es dann zu lösen. Es war kein guter Tag. Es ist nun aber so. Wir müssen weiter hart arbeiten. Jeder im Team muss positiv gestimmt bleiben, auch wenn das in so schwierigen Zeiten schwerfällt. Ich kann verstehen, dass die Fans zuhause sehr enttäuscht sind. Das ist nachvollziehbar. Als Fahrer werden wir im Rennen versuchen, das Bestmögliche rauszuholen, auch wenn man keine Wunder erwarten darf."

Sebastian Vettel (Startplatz 14):

"Es ist das wahre Bild. Es ist das, was das Auto heute hier leisten kann. Wir haben alles probiert, mehr war nicht drin. Was soll man da noch groß einschätzen. Wir wissen, dass wir im Moment nicht sonderlich stark sind. Wenn uns dann die Strecke nicht liegt, kommt so etwas dabei heraus. Wir haben natürlich alles probiert. Wir stehen nicht, wo wir stehen wollen. Das ist klar. Und das ist auch keine Überraschung. Es ist ja nicht das erste Qualifying, bei dem das der Fall wäre. Es ist mein Job und ich mag es noch immer, zu fahren. Platz 13/14 ist nicht so aufregend wie Platz 1. Man versucht trotzdem, alles auf die Reihe zu kriegen. Am Vormittag hatte es noch so ausgesehen, als würden wir es nicht in Q2 schaffen. Wir haben es aber mit beiden Autos geschafft. Das ist natürlich kein Erfolg, aber alles, was heute drin war. Im Rennen kann immer alles passieren und wir werden alles versuchen."

zu den Gründen der Ferrari-Krise

"So viel Zeit haben wir nicht. Das sprengt die Sendung."

Toto Wolff, Mercedes-Motorsportchef:

zur Krise von Ferrari

"Ferrari ist ein ikonisches Team. Sie müssen sich an der eigenen Nase fassen, und sehen, wo man in der letzten Zeit die Performance hat liegen lassen."

zum Einspruch von Ferrari gegen das Copygate-Urteil der FIA

"Sie sollten sich eher auf ihre Performance konzentrieren als auf den Grünen Tisch. Diese Argumente sind absurd."