Die Scuderia hatte beim Qualifying zum Spanien-GP mal wieder Probleme
Die Scuderia hatte beim Qualifying zum Spanien-GP mal wieder Probleme © Imago
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Barcelona und München - Die Scuderia erlebt beim Qualifying zum Spanien-GP die nächste Enttäuschung und rätselt über das immer langsamer werdende Auto. Doch auch Mercedes mahnt. Stimmen.

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Beim Qualifying zum Großen Preis von Spanien in Barcelona erlebt Ferrari die nächste Enttäuschung. Bei der Scuderia rätselt mal über das immer "schlimmer" werdende Auto (Formel 1, Großer Preis von Spanien, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

Sebastian Vettel verpasste, im Gegensatz zu Charles Leclerc, sogar das Q3 und war im Anschluss bedient. 

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Bei Mercedes herrscht indes zwar Freude über die Doppel-Pole, die Angst vor zu großem Reifenverschleiß bleibt aber.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Barcelona von Sky, ORF, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Rang 1: "Meine zweite schnelle Runde war nicht ganz so gut wie die erste. Zum Glück war die erste jedoch schnell genug für die Pole. Wir lernen ständig hinzu. Am Freitagabend saß ich mit meinen Technikern bis zehn Uhr zusammen, um über die Rennabstimmung zu sprechen und darüber zu grübeln, wo wir zulegen können. Red Bull ist super schnell und eine Bedrohung, ich sehe uns mit ihnen im Rennspeed auf Augenhöhe."

zu den äußeren Bedingungen: "Das ist körperlich wirklich ein hartes Stück Arbeit, es ist so heiß! Wir hatten noch nie mit solchen Temperaturen zu kämpfen an einem GP-Wochenende, und wir waren noch nie mit solch schnellen Autos unterwegs. Diese Kombination macht es unglaublich anstrengend. Die Kräfte, die auf unsere Körper einwirken, sind extrem."

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zu den Reifen: "Das größte Problem sind einmal mehr die Reifen. Wir versuchen alles, um die Walzen nicht zu überhitzen, mit sehr behutsamen Aufwärmrunden, aber es nützt kaum etwas. Es wird sich alles ums Reifen-Management drehen, wie so oft."

zum Rennstart: "Ich kann von einer idealen Position losfahren, aber es wird nicht leicht sein, die Führung zu verteidigen, denn die Anfahrt zur ersten Kurve ist lang. Und Valtteri hält mich in Atem."

Valtteri Bottas (Mercedes), Rang 2 - zu seinem zweiten Platz: "Das ärgert mich zwar, aber ich muss auch anerkennen, wenn Lewis einen besseren Job macht, und heute war das so. Wichtig ist, dass ich vorne dabei bin. Ich weiß auch, dass meine Dauerläufe am Freitag sehr gut verlaufen sind. Der Speed ist da. Ich muss ihn nur optimal umsetzen."

zu seinen Chancen im Rennen: "Meine beste Chance wird der Start sein. Die Anfahrt zur ersten Kurve ist lang, da kann ich zuschlagen. Aber dazu muss ich gut wegkommen. Ich weiß noch nicht, ob es Unterschiede hier gibt zwischen der linken und rechten Seite der Strecke – um ehrlich zu sein, habe ich mich noch nicht um dieses Thema gekümmert."

zur Reifenproblematik: "Wir erwarten weniger Probleme als am zweiten Silverstone-Wochenende. Bislang jedenfalls haben wir keine Blasenbildung erkannt. Und die Strecke von Barcelona walkt auch etwas weniger Energie in die Reifen als die Silverstone-Bahn. Wir sollten bei diesem Thema also besser aufgestellt sein als vor einer Woche." (Rennkalender 2020 der Formel 1)

Max Verstappen (Red Bull), Rang 3: "Ich habe ein Abo! Ich habe den Eindruck, ich liege schon das ganze Wochenende auf diesem Platz, daher war es nur logisch, dass ich jetzt erneut Dritter bin. Ich bin mit diesem Startplatz recht zufrieden, weil ich weiß, dass wir nicht mehr herausholen konnten. Im Rennen wird das vielleicht anders aussehen – ich hoffe, wir sind auch hier im Grand Prix stärker als im Qualifying. Mein Ziel besteht darin, die Mercedes unter Druck zu setzen, und dann sehen wir mal, wohin das führt. Ich werde jedenfalls bestimmt nicht einfach hinter den Mercedes herfahren."

zum Rennen: "Einfach wird das nicht, aber unsere Dauerläufe am Freitag waren erfolgversprechend. Ich fühle mich auch wohl mit dem Wagen. Überholen ist hier immer schwierig, aber ich werde Dampf machen. Elementar wird natürlich wieder das Verhalten der Reifen sein. Bislang lief das bei uns gut, aber ein solides Handling am Freitag ist keine Garantie für ein gutes Rennen."

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Lance Stroll (Racing Point), Rang 5: "Ich denke, es war ein großartiges Qualifying für uns. Mehr war nicht drin. Red Bull schien die Oberhand über uns zu haben, und mit Platz fünf müssen wir glücklich sein." 

Carlos Sainz (McLaren), Rang 7: "Ich fühlte mich gerade zu Beginn des Qualifyings sehr wohl. Es war schade, dass wir uns in Q3 im Vergleich zu den anderen kaum verbessern konnten." (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

zum Rennen: "Es wird vermutlich eines der härtesten Rennen in der Geschichte des Sports, weil diese Autos so schnell sind und es in Barcelona so heiß ist."

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Charles Leclerc (Ferrari), Rang 9: "Ich war einfach nicht zufrieden mit dem Auto. Heute früh war es okay, zu Beginn des Qualifyings ebenfalls noch. Dann ist es von Session zu Session immer schlimmer geworden. Deshalb haben wir auch ziemlich viel Zeit verloren, vor allem in den Kurven. Jetzt geht es darum, das zu ergründen. Das liegt am Auto und kommt häufiger vor. Nur heute haben wir leider keine Lösung dafür gefunden."

Sebastian Vettel (Ferrari), Rang 11: "Ich denke, das Qualifying war eine der besseren Sessions an diesem Wochenende. Trotzdem noch zu weit weg von einem guten Gefühl mit dem Auto. Ich drücke jedes Mal den Resetknopf und versuche, das Beste draus zu machen. Mehr kann ich nicht machen."

zur freien Reifenwahl und Startplatz 11: "Ich glaube nicht, dass man da ähnlich wie vor zwei Wochen ein Wunder aus der Tüte ziehen kann. Ich denke, der weiche Reifen ist auch im Renntrimm ganz gut. Wir werden uns aber überlegen, ob wir was anderes probieren."

zur Frage, ob sich das Auto verbessert hat: "Ehrlich gesagt ist es ein Auf und Ab. Es gibt einige Dinge, die ich nicht beantworten kann. Aber ich versuche alles und ignoriere die Dinge, die vielleicht nicht stimmen, und gebe mein Bestes. Das ist alles, was ich momentan tun kann."

zu seinen Problemen auf der Strecke: "Der erste Sektor war okay, aber im zweiten wurde das Auto dann immer nervöser. Speziell in der siebten Kurve hatte ich Mühe, ich verlor das Heck in der Kurvenmitte und es war schwierig abzuschätzen, wie viel Speed ich mitnehmen kann. Auch die fünften Kurve war an diesem Nachmittag sehr knifflig für mich. Im letzten Sektor wurde es dann gegen Ende wieder besser, aber es war immer noch sehr schwierig, die richtige Balance zu finden."

Laurent Mekies (Sportdirektor Ferrari): "Es war ein sehr enttäuschendes Qualifying für uns. Wir hatten schon gedacht, dass es eng und schwierig werden würde. [Die Fahrer] fühlten sich aber nie richtig wohl mit dem Auto. Am Vormittag ist es besser gelaufen. Wenn dir dann diese zwei, drei Zehntel fehlen, dann fällst du halt entsprechend zurück. Es ist ein bisschen vergleichbar zum Qualifying in Silverstone letzte Woche."

zum Rennen: "Wir arbeiten schon an der Strategie. Da haben wir letzte Woche schon gute Arbeit geleistet, indem wir Charles von P8 auf P4 nach vorne gebracht haben. Das wird morgen eine ähnliche Herausforderung. Hier ist das Überholen aber schwieriger als in Silverstone. Uns ist aber klar, dass es nicht einfach wird, sowas jede Woche zu veranstalten."