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Gerhard Berger, ehemaliger Formel-1-Pilot, sieht in der jetzigen Situation von Sebastian Vettel nicht viele Optionen. Er rät dem 33-Jährigen zum Karriereende.

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Das Ringen um die Zukunft von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel bestimmt in dieser Saison schon seit längeren die Schlagzeilen. Doch eine baldige Entscheidung, wie es für den viermaligen Weltmeister nach der Saison weitergehen soll, ist erstmal nicht abzusehen. 

Ex-Formel-1-Profi Gerhard Berger jedenfalls hätte für sich schon eine Entscheidung getroffen, wenn er in der gleichen Situation stecken würde. Im Interview mit Sky rät er Sebastian Vettel zu einem Karriereende.

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"Red Bull wird nicht funktionieren. Mercedes wird nicht funktionieren. Außer es gibt irgendeine Sondersituation", stellt der 60-Jährige nüchtern die Optionen für Vettel dar und kommt da auf nur eine plausible Lösung.

"Ich würde als viermaliger Weltmeister, der sich nie verletzt hat, der Familie hat, der ein gutes Einkommen gehabt hat, eher den Entschluss fassen und sagen: Okay, bye-bye!'", so der heutige Chef der DTM. Die Option Racing Point sieht Berger in der kommenden Saison noch nicht für ernsthaft konkurrenzfähig.

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Perez und Stroll fest im Sattel

Darüberhinaus müsste auch in diesem Team entweder Sergio Perez oder Lance Stroll für den Deutschen weichen. Beide sind längerfristig an den Rennstall gebunden.

Vettel muss sich überlegen, was er in Zukunft möchte. Und wenn er nochmal angreifen will, wovon man ausgehen kann, findet Berger auch hier deutliche Worte: "Da kann ich ihm nur empfehlen: Nur dann, wenn er wirklich ein Auto hat, mit dem er auch die Weltmeisterschaft ein fünftes Mal gewinnen oder zumindest Siege einfahren kann. Und das sehe ich momentan nicht."

Die jetzige Situation des 33-Jährigen erinnert Berger an seine eigene Rennkarriere. Er war selbst einmal in dieser Situation und könne Vettel nur raten die "Zähne zusammenzubeißen" und versuchen das Jahr ordentlich zu Ende zu bringen. 

Berger nimmt Vettel in Schutz

Trotzdem nimmt er Vettel bei der heftigen Kritik aus der italienischen Presse auch in Schutz. "Wenn einer das Team sowieso am Ende des Jahres verlässt und der andere die Zukunft bedeutet, sucht man sich meistens den Schwächsten aus, beziehungsweise sucht man sich den aus, der für die Zukunft nicht mehr relevant ist", spekuliert Berger. "Dort lädt man dann den Frust ab - egal ob es die Techniker sind oder die Resultate."

Des weiteren habe Ferrari diese Saison einfach "keine konkurrenzfähige Technik".

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Für Vettel könnten die nächsten Wochen wegweisend werden für seine weiterführende Karriere. Lässt er sich eventuell auf einen mittelmäßigen Rennstall ein oder kann er bei einem Top-Rennstall noch mal angreifen? Oder macht er es wie von Gerhard Berger geraten: "Okay, bye-bye"?

Die Zukunft wird zeigen für was sich der viermalige Weltmeister letztendlich entscheiden wird.