Kimi Räikkönen fährt bereits seit 2001 in der Formel 1
Kimi Räikkönen fährt bereits seit 2001 in der Formel 1 © Imago
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München und Barcelona - Kimi Räikkönen kann in seinem Alfa Romeo nicht um Punkte in der Formel 1 kämpfen. Nun plaudert ein Freund aus, dass der Finne wohl seine Karriere beenden will.

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Es war wohl einer der erfreulichsten Tage für Kimi Räikkönen in diesem Jahr.

Im Qualifying zum Großen Preis von Spanien erreichte der Weltmeister von 2007 erstmals in dieser Saison den zweiten Qualifying-Abschnitt. "Es war definitiv ein positiver Tag. Das Auto fühlte sich viel besser an, und ich hatte das Selbstvertrauen, so zu fahren, wie ich wollte", sagte der Finne im Anschluss (Formel 1, Großer Preis von Spanien, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

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Doch auch wenn Startplatz 14 im Vergleich zu den bisherigen Qualifying-Ergebnissen ein deutlicher Fortschritt war, das was sich ein ehemaliger Champion vorstellt, kann Alfa Romeo nicht im Ansatz leisten.

Karriereende nach der Saison?

Grund genug für einen guten Freund des "Iceman", an ein baldiges Karriereende zu glauben. GT-Pilot Toni Vilander, der mit dem 40-Jährigen eng befreundet ist, ist sich sicher, dass die Motivation des Finnen für eine weitere Saison nicht mehr ausreicht.

"Er hat mehrfach gesagt, dass er nicht in der Formel 1 sein wird, wenn sie ihm nicht etwas bedeutet. Er ist in einer schwierigen Situation am Ende des Feldes. Er kämpft mit Latifi und Russell, das motiviert ihn nicht sonderlich", sagte Vilander im Gespräch mit dem finnischen Sender C More.

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Das generelle Feuer für die Formel 1 ist bei Räíkkönen demnach aber noch nicht erloschen. "Würde er um Punkte und im Qualifying um vordere Plätze kämpfen, wäre er noch immer motiviert und würde alles geben, um noch eine Saison dranzuhängen", so der GT-Pilot weiter.

Ein vorzeitiges Ende der Saison sei aber ausgeschlossen. "Nein, das würde er nicht tun. Er ist Vollprofi und wird erfüllen, wozu er sich verpflichtet hat. Es gehört nicht zum finnischen Charakter, einfach das Handtuch zu werfen."

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Räikkönen enorm frustriert

An der großen Frustration über die aussichtslose Situation ändert dies freilich nichts. "Ich weiß, dass er extrem frustriert ist. Das ist das Problem. Es ist schwierig für ihn, Motivation zu finden, wenn es nicht einmal einen Anschein von Licht am Ende des Tunnels gibt", ist sich Vilander sicher. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Seine Entscheidung mit anderen abstimmen, würde Räikkönen deswegen aber noch lange nicht. "Er ist ein wenig der komische Kauz der Formel 1. Normalerweise denken Fahrer von Kimis Status darüber nach, was die richtige Entscheidung ist und was andere davon halten. Kimi ist anders. Er trifft seine eigene Entscheidung. Die erste Person, an die er sich wendet, dürfte [seine Frau] Minttu sein."

Der Iceman fährt seit 2001 in der Formel 1, 2007 gewann er mit Ferrari die WM.