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Im AvD Motorsport Magazin kritisiert der frühere Formel-1-Teamchef Colin Kolles Ferrari-Boss Mattia Binotto. In dem Ingenieur sieht er keinen geeigneten Teamchef.

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Klare Worte von Colin Kolles!

Im AvD Motorsport Magazin (jeden Sonntagabend LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) sagt der ehemalige Teamchef von Hispania Racing (2010/11), dass Ferrari mit Mattia Binotto als Teamchef die nächsten zehn Jahre keinen Titel holen werde.

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"Binotto ist ein sehr guter Ingenieur, aber ein Ingenieur ist kein Teamchef. Aus meiner Sicht kann ein Ingenieur auch kein Teamchef sein", begründete er seine These. Dabei berief er sich auf seine persönlichen Eindrücke: "Ich kenne Binotto persönlich. Er ist ein Mensch, der von Zahlen geprägt ist und nicht von Gefühlen. Da ist keine Nestwärme. Diese Techniker verstehen die psychologische Seite nicht."

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Vor allem die Art der Trennung Ferraris von Sebastian Vettel zeige, dass Binotto in diesem Bereich Mängel habe. "Das Problem ist, wie er abserviert wurde. Das spielt schon eine Rolle. Da waren verschiedene Aussagen. In der Presse wurde lanciert, dass Vettel um Gehalt pokern würde und er viel Geld will. Das hat aber nicht stattgefunden. Er hat einfach einen Anruf mit der Ausrede Covid19 bekommen." Den ganzen Vorgang bezeichnete er als "schon sehr dünn".

Vettel-Trennung hat Ferraris Saison zerstört

Mit dieser Art der Trennung habe man die Weichen für diese Saison schon gestellt. "Man hat sich viel zu früh von Vettel getrennt. Damit hat man die Saison komplett vernichtet."

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Allerdings lägen die Ursprünge der aktuellen Probleme weiter zurück in der Vergangenheit. "Die Probleme fingen schon vor ein paar Jahren an. Als Sebastian die WM hätte gewinnen können, hatte er nicht die volle Unterstützung des Teams bekommen. Da gab es die ersten Kratzer in der Beziehung. Will ein Team Weltmeister werden, muss es auf einen Nummer-1-Fahrer setzen. Und das hätte Vettel sein müssen."

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Dies war ein weiterer Fehler, den er Binottos mangelnder Führungsqualität zuschrieb, denn die "Fahrer sind sehr sensibel und spüren, wenn sie nicht die volle Unterstützung bekommen."

Danner gegen mehr Rennen

Neben der Situation bei Ferrari war auch die Formel-1-Reform ein Thema im AvD Motorsport Magazin.

RTL-Experte und AvD-Botschafter Christian Danner war vor allem die Ausweitung des Rennkalender von 22 auf 25 Rennen ein Dorn im Auge. "Mehr Rennen ist völliger Schwachsinn. Es ist ein wahnsinniger Blödsinn. Die Fans wollen nicht mehr Rennen", erteilte er diesem Plan eine eindeutige Absage.

Unterstützt wurde er dabei von Colin Kolles, der auch aus Sicht der Teams harte Kritik an diesen Plänen äußerte. "Die Teams können nicht mehr leisten", benannte er den Aufwand, den die Rennställe um ein Rennwochenende leisten müssen, als Hauptargument gegen diese Aufstockung.