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München - Carlos Sainz ist im Hinblick auf die nächste Saison wirklich nicht zu beneiden - denn der McLaren-Pilot wechselt 2021 zur kriselnden Scuderia Ferrari.

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Carlos Sainz sitzt beim Großen Preis der Formel 1 in Belgien am Kommandostand und schüttelt den Kopf. Als die TV-Kameras diese Szene einfingen, ist der Ärger darüber, dass Sainz das Rennen gar nicht erst starten konnte und nach 108 Rennen erstmals zuschauen musste (Problem mit der Power Unit, das den Auspuff zerstörte), längst verflogen. Nein, in diesem Moment dürfte Sainz wohl klargeworden sein, auf was er sich da eingelassen hat.

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Zur Erinnerung: Der Spanier wechselt 2021 das Team – von McLaren zu Ferrari. McLaren ist gegenwärtig Gesamt-Dritter, Ferrari schaffte es in Belgien nur auf die Plätze 13 und 14. Ohne Regenchaos, ohne technische Probleme, ohne Kollisionen – einfach nur, weil Ferrari zu langsam ist. (Fahrerwertung der Formel 1)

Macht Sainz mit dem Wechsel zu Ferrari den größten Fehler seiner Karriere? "Ich würde sagen, dass sie beim Motor einen sehr großen Schritt benötigen", gesteht der Spanier. Er sagt aber auch: "Renault hat drei Jahre gebraucht, und auch Honda einige Zeit. Aber dass Renault so nah an Mercedes ist, zeigt, dass man es schaffen kann."

Sainz trotz Ferrari-Krise motiviert

Der 25-Jährige ergänzt: "Es ist ein langer Weg und sie werden einen sehr, sehr, sehr, sehr großen Schritt benötigen, um dorthin zurückzukommen, wo wir anderen sind. Aber wenn es ein Team schaffen kann, dann Ferrari!"

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Sainz gibt sich auch motiviert: "Ich werde der Erste sein, der in der Fabrik pusht, mehr Performance zu finden. Ich werde jeden pushen, sobald ich da bin."

Problem: Für 2021 ist das Reglement weitgehend eingefroren. Große Sprünge kann Ferrari also kaum machen, weil aufgrund von Corona-Sparmaßnahmen auch wenig am Auto entwickelt werden darf.

Alesi nach Abgang von Williams im Pech

Der Fall Sainz erinnert stark an Jean Alesi. Der Franzose galt 1990 als einer der vielversprechendsten Nachwuchsfahrer, als er mit seinem Tyrrell-Ford beim USA-GP den großen Ayrton Senna herausfordern konnte und am Ende Rang zwei belegte. Gleich zwei Topteams wollten Alesi für 1991 verpflichten: Williams und Ferrari. Alesi, mit sizilianischen Wurzeln, konnte dem Lockruf Ferraris nicht widerstehen.

Die nächsten Jahre wurden aber von Williams dominiert und Experten sind sich sicher: Mit Williams hätte Alesi mehr als nur ein Rennen, wahrscheinlich sogar den Titel gewonnen.

Ob es Sainz auch so ergehen wird?