Lewis Hamilton führt nach drei Rennen die WM-Wertung an
Lewis Hamilton führt nach drei Rennen die WM-Wertung an © Getty Images
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München - In der Formel 1 werden in diesem Jahr wohl nicht die Voraussetzungen für eine offizielle Weltmeisterschaft erfüllt werden können. Dennoch soll es einen Champion geben.

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Der Kalender der Formel-1-Saison nimmt immer konkretere Züge an.

Erst am Freitag haben die Vermarkter der Königsklasse bekanntgegeben, dass im Herbst mit den Rennen am Nürburgring, im portugiesischen Portimao und in Imola drei weitere Grands Prix ausgetragen werden. Damit steigt die Zahl der bestätigten Rennen in diesem Jahr auf 13.

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Das reicht jedoch immer noch nicht, um am Ende einen offiziellen Weltmeister zu küren. Denn dafür müssten laut Artikel 2.4.3.b.ii des Internationalen Sportkodex der FIA mindestens auf drei Kontinenten Rennen stattfinden. Bislang gehen sämtliche Rennen in Europa über die Bühne. Im besten Fall könnten die beiden letzten Grands Prix in Asien (Bahrain und Abu Dhabi) noch dazukommen. (SERVICE: Stand Fahrer-WM)

FIA will sich auf höhere Gewalt berufen

Der Internationale Automobilverband FIA will dennoch daran festhalten, nach der Saison einen Champion zu küren - und wird dabei aller Voraussicht nach auf eine Notregel zurückgreifen.

Wie Auto, Motor und Sport zuerst berichtete, will sich die FIA in diesem Fall auf höhere Gewalt wegen der Coronavirus-Pandemie berufen. 

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Auch SPORT1 weiß: Die FIA plant, das WM-Siegel am Ende der Saison zu verleihen und die Nicht-Einhaltung des Sportkodex mit höherer Gewalt zu erklären. Es würde also eine Corona-Ausnahmeregelung geben, der die FIA problemlos zustimmen dürfte. 

Ähnlich hatte sich Anfang Juni bereits Formel-1-Sportchef Ross Brawn geäußert, als noch mit weitaus weniger Rennen geplant werden konnte. "Theoretisch reichen die acht Europarennen für eine Weltmeisterschaft", hatte der Brite bei Motorsport-Total-com klargeestellt.