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Budapest - Lewis Hamilton stellt mit seinem Sieg beim Ungarn-GP einen Rekord von Michael Schumacher ein. Sebastian Vettel liefert im Ferrari sein bestes Saisonergebnis ab.

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Sebastian Vettel versuchte gar nicht erst, irgendwas schönzureden. Kurz vor Ende des Rennens auf dem Hungaroring war er von Lewis Hamilton überrundet worden, aber "wir wissen ja nicht erst seit heute, dass Mercedes in einer eigenen Liga fährt".

Während Hamilton und Mercedes nach ihrem Sieg in Superlativen badeten, durfte sich Vettel allenfalls ganz leise freuen. Rang sechs, erzielt nach einem bravourösen Kampf in einem bockigen und schwer zu fahrenden Ferrari, ist sein bestes Ergebnis im dritten Saisonrennen. Teamkollege Charles Leclerc (Monaco) schaffte es als Elfter nicht mal in die Punkte. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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Auf seiner atemberaubenden Jagd nach sämtlichen Bestmarken der Formel 1 stellte Hamilton derweil mit seinem achten Sieg auf dem Hungaroring einen weiteren Rekord von Michael Schumacher ein: Acht Siege auf derselben Strecke hatte zuvor nur Schumacher in Magny-Cours geholt. Kaum vorstellbar, dass dessen Rekord von sieben WM-Titeln Hamiltons Ansturm über das Saisonende hinaus standhält.

Hamilton bedankt sich bei Crew

"Ob ihr es glaubt oder nicht, ich musste trotzdem Gas geben", sagte Hamilton: "Es ist eines meiner Lieblingsrennen, ich habe fast mein eigenes Rennen fahren können. Aber ohne dieses Team und dieses Auto hätte ich es nicht geschafft. In den letzten beiden Rennen war alles fantastisch, auf den Punkt." Die Plätze zwei und drei belegten Max Verstappen (Niederlande) im Red Bull und Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas (Finnland). 

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Der Mann des Tages bedankte sich gewohnt wortreich bei seiner Crew. "Es erfüllt mich mit Demut, weil ich mit so einer fantastischen Gruppe zusammenarbeiten darf", sagte Hamilton: "Vielen, vielen Dank an jeden Zuhause und hier an der Strecke, mein Auto läuft wie auf Schienen."

Auf dem nur 4,3 km langen Kurs hatte der sechsmalige Champion lange Zeit mehr als 25 Sekunden Vorsprung, sodass er sich kurz vor Rennende noch bequem einen weiteren Reifenwechsel leisten konnte - um anschließend den Rundenrekord zu brechen.

Vettel zu lange in der Box

90 Minuten vor dem Start hatte heftiger Regen über dem Hungaroring eingesetzt, die Strecke trocknete nicht rechtzeitig ab, sodass fast alle Fahrer auf Intermediate-Reifen setzten. Bottas und Perez kamen beim Start überhaupt nicht vom Fleck, dafür machten Vettel und Leclerc richtig Tempo. (Das Rennen zum Nachlesen im LIVETICKER)

Nach vier Runden hatten sich die Verhältnisse so verändert, dass die Mehrzahl auf Slicks wechselte. Der Verkehr in der Boxengasse kostete vor allem Vettel viel Zeit, er brauchte danach einige Runden, um sich wieder heranzukämpfen, steckte aber nie auf. "Ich hatte gehofft, dass ein bisschen mehr drin ist, ich hätte am Schluss gern mehr dagegengehalten. Aber im Moment ist es das, was möglich ist für uns", sagte Vettel. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

An der Spitze zog Hamilton einsam seine Kreise. Dahinter etablierte sich Verstappen, dessen Teilnahme nach einem Crash in der Anfahrt zur Startaufstellung in Frage gestanden hatte. "Es ist die Aufhängung, alles", funkte Verstappen in die Box, rettete sein demoliertes Auto aber an den Start, wo die Mechaniker in einer Hau-Ruck-Aktion den Boliden klar machten.

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Verstappen mit starker Leistung

Mit dem reparierten Auto biss sich Verstappen dann entschlossen hinter Hamilton fest, ohne den Weltmeister jemals gefährden zu können. "Wir können uns eigentlich nur selbst gefährlich werden", hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff vor dem Start bei Sky gesagt.

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Vettel und Leclerc sind im nächsten Jahr voraussichtlich Konkurrenten in verschiedenen Farben, welche Vettel dann vertreten wird, blieb auch in Ungarn offen. Seinen Flirt mit Racing Point, das 2021 im Aston-Martin-Werksteam aufgehen wird, wollten weder er selbst noch RP-Teamchef Otmar Szafnauer bestätigen.

"Es ist gerade aufregend, es ergeben sich immer neue Möglichkeiten", sagte der Hesse im Gespräch mit Sky: "Was es dann am Ende wird, weiß ich wirklich noch nicht, vielleicht bleibe ich in der Formel 1, vielleicht fahre ich in einer anderen Rennserie, vielleicht ziehe ich mich auch eine Weile zurück."