Formel 1, Silverstone: Stimmen mit Vettel, Verstappen, Hamilton & Leclerc
Formel 1, Silverstone: Stimmen mit Vettel, Verstappen, Hamilton & Leclerc © Imago
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Die Art und Weise, wie die Trennung von Sebastian Vettel und Ferrari vonstatten gegangen ist, überrascht. Teamchef Mattia Binotto bezieht Stellung.

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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat der Version seines enttäuschten Star-Piloten Sebastian Vettel (33) über die Umstände von dessen Demission zum Saisonende nicht widersprochen.

"Wir mussten unsere Entscheidung überdenken. Ja, er war überrascht", sagte der Italiener am Freitag bei der Pressekonferenz am Rande des Formel-1-Auftakts in Spielberg/Österreich (Formel 1: Großer Preis von Spielberg am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

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"Im Winter war Seb unsere erste Wahl, das haben wir ihm auch so gesagt", erklärte Binotto: "Dann wurden wir von anderen Fahrern kontaktiert. Dann kam das Virus, das die ganze Welt verändert hat. Dann kam die Budgetobergrenze, dann wurden die Autos für zwei Jahre so gut wie eingefroren. Die Saison war noch nicht gestartet, deshalb konnte Seb auf der Strecke auch nichts zeigen. In dieser Zeit trafen wir unsere Entscheidung. Ja, er war überrascht. Und ich verstehe das. Er ist heute noch nicht total glücklich damit, das ist verständlich."

Der viermalige Weltmeister Vettel hatte am Donnerstag der offiziellen Sprachregelung der Scuderia über die Umstände der Trennung mit Vertragsablauf am Jahresende widersprochen. "Die letzten Monate war es eigentlich sehr klar und deutlich, dass man gemeinsam weitermachen will. Anfang Mai hatte ich dann ein Telefonat, in dem mir klar wurde, dass das Team nicht gewillt ist, weiterzumachen. Das war natürlich ein Schock und kam überraschend", sagte Vettel: "Es lag kein Angebot auf dem Tisch."

In der Pressemitteilung am 12. Mai hatte Ferrari noch von einer "gemeinsamen Entscheidung" gesprochen.