Luca di Montezemolo (vorne links) war von 1991 bis 2014 Ferraris Präsident
Luca di Montezemolo (vorne links) war von 1991 bis 2014 Ferraris Präsident © Imago
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Luca di Montezemolo sieht Ferrari in bedrohlicher Lage. Der Ex-Präsident äußert sich auch zur Trennung von Sebastian Vettel.

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Der langjährige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sieht die Gefahr einer mehrjährigen Krise bei seinem Ex-Team.

"Diese Saison ist verloren, doch ich bin auch für die nächsten Jahre besorgt. Das Ferrari-Management muss sofort mutige Beschlüsse ergreifen", sagte der 72-Jährige, der von 1991 bis 2014 Ferraris Präsident war, bei RadioRai.

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"Die heutigen Probleme sind auf die Organisation zurückzuführen. Eine einzige Person trägt viel Verantwortung", sagte Montezemolo: "Teamchef Mattia Binotto ist allein an der Spitze und muss sich auch um die Piloten kümmern. Die Organisation muss sofort geändert werden. Wenn das Auto nicht besser wird, wird das nächste Jahr für Ferrari noch schlimmer werden."

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Auf dem Spiel stünden nun schon die Saisons 2021 und 2022, "ich bin sehr besorgt. Ferrari braucht starke Fachleute, die das bereits bestehende Team unterstützen können." Er selbst würde gern nach Maranello zurückkehren, habe aber "keine Chancen".

Montezemolo kritisierte zudem Ferraris Beschluss, die Trennung von Sebastian Vettel schon zu Saisonbeginn anzukündigen.

"Jetzt ist der Druck auf Teamkollege Charles Leclerc noch größer. Wir dürfen nicht vergessen, dass er sehr jung ist, dass er erst seit dem vergangenen Jahr bei Ferrari ist und noch nichts gewonnen hat. Ferraris Probleme sind nicht die Piloten, sondern das Auto, das nicht wettbewerbsfähig ist."