Der Kniefall in der Formel 1 bleibt weiterhin ein Streitthema
Der Kniefall in der Formel 1 bleibt weiterhin ein Streitthema © Imago
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Die Kniefall-Debatte in der Formel 1 kommt nicht zu Ruhe. Nun melden sich auch die ehemaligen Weltmeister Mario Andretti und Jack Stewart zu Wort.

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Der sechsmalige Formel 1 Weltmeister Lewis Hamilton treibt den Kampf gegen Rassismus in der Gesellschaft und in der Formel 1 weiter voran, doch vor allem in der älteren Riege des Motorsports erhält er dafür nicht nur Zustimmung.

Neben dem öffentlichen Disput mit Ex-GP-Boss Bernie Ecclestone meldeten sich auch die Ex-Weltmeister Mario Andretti und Jackie Stewart zu Wort.

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Für den Schotten Stewart ist Rassismus nicht wirklich ein Problem in der Formel 1.

"Ich denke, Lewis ist für viele Menschen ein tolles Vorbild. Er äußert sich stark zu diesen Themen, aber ich denke nicht, dass es ein so großes Problem gibt, wie es scheint. Wenn jemand clever und gut in dem ist, was er macht, wird er in der Formel 1 akzeptiert", so der dreimalige Weltmeister in der TV-Sendung "Good Morning Britain" bei ITV.

Stewart appelliert an die eigenen Fähigkeiten eines jeden Fahrers und glaubt nicht an ein strukturelles Problem. Ähnlich sieht es auch Mario Andretti, der sich jedoch noch deutlicher gegen Hamilton positioniert.

Andretti: "Warum wird er zum Militant?"

"Ich habe sehr viel Respekt für Lewis, aber warum wird er zu einem Militant? Er wurde immer von allen akzeptiert und von jedem respektiert. Ich denke, die ganze Sache ist anmaßend. Ich habe dieses Gefühl und er erschafft ein Problem, das gar nicht existiert", erklärt der Weltmeister von 1978 im Interview mit der chilenischen Zeitung El Mercurio.

Worte die dem 35-Jährigen wohl nicht gefallen werden.

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Beim Saisonauftakt noch von den meisten Fahrern vollführt, wirkte die Kniefall-Prozedur am vergangenen Wochenende in Ungarn unorganisiert und überstürzt. Nur einige Piloten schafften es rechtzeitig zum Podest, um davor zu knien - und die Formel 1 verpasste es abermals ein einheitliches Zeichen zu setzen.

Nach dem Rennen zeigte sich Hamilton enttäuscht und will in Zukunft von allen Seiten Besserungen erwirken: "Wir müssen uns auch mit den Formel-1-Verantwortlichen zusammensetzen, sie müssen bei diesem Thema einen besseren Job machen."