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Am Wochenende protestierten die Formel-1-Fahrer gegen Rassismus. Doch nicht alle gingen dafür in die Knie. Lewis Hamilton erklärt die Hintergründe.

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Weltmeister Lewis Hamilton hat seine Rolle bei der Demonstration der Formel-1-Fahrer für mehr Gleichberechtigung und gegen Rassismus vor dem Start des Großen Preises von Österreich heruntergespielt.

Er sei "dankbar" für die 13 Piloten, die sich ihm am Sonntag angeschlossen hätten, sagte der 35-jährige Brite, allerdings habe er "niemanden dazu aufgefordert".

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Der Mercedes-Star führte aus: "Ich habe es nicht einmal zur Sprache gebracht. Sebastian Vettel und Romain Grosjean sprachen es an und fragten die Fahrer, ob sie es tun würden oder nicht. Es gab mehrere, die sagten, sie würden es nicht tun. Ich habe alle sagen lassen, was sie dachten, und dann habe ich erklärt: Hört zu, Leute, nur damit ihr es wisst: Ich werde es tun, aber ihr tut, was ihr für richtig haltet." (Rennkalender der Formel 1)

Auf ein Knie zu gehen, sei "immer noch eine wirklich kraftvolle Botschaft, aber letztlich wird es die Welt nicht verändern", sagte Hamilton, dessen Vater aus der Karibik stammt.

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Botschaft auf dem Shirt von Hamilton

NFL-Quarterback Colin Kaepernick hatte die Geste 2016 als Protest gegen Polizeigewalt in den USA beim Abspielen der Nationalhymne eingeführt.

Hamilton, der erste und einzige schwarze Formel-1-Pilot, erklärte weiter, dass der Anstoß für die gemeinschaftliche Geste von der Kampagne "End Racism" der Formel 1 ausgegangen sei. Die Botschaft prangte vor dem Rennstart vorn auf den T-Shirts von 19 Fahrern. Auf Hamiltons Shirt war vorne "Black Lives Matter" zu lesen, dafür trug der Brite auf der Rückseite den Schriftzug "End Racism".

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"Stolz" zeigte sich Hamilton zum wiederholten Mal auf sein Mercedes-Team, das als Zeichen gegen Rassismus den traditionell silbernen Rennwagen für die gesamte Saison 2020 schwarz lackieren wird.

"Letztendlich wird alles, was wir tun, nicht ausreichen, und wir alle müssen mehr tun. Ich denke aber, dass es seit ein paar Wochen ein größeres Bewusstsein dafür gibt", sagte Hamilton, der im Juni in London an einem "Black Lives Matter"-Marsch teilgenommen hatte.