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Budapest - Weltmeister Lewis Hamilton und Teamkollege Bottas fahren im Qualifying in Ungarn in einer eigenen Liga. Die "pinken Mercedes" überraschen Ferrari und Red Bull.

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Ein Weltmeister vom anderen Stern, chancenlose Mercedes-Konkurrenz und ein bravourös kämpfender Sebastian Vettel, der als Fünfter zum 13. Mal seit 2008 im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn unter den Top Fünf landete: Hinter dem unwiderstehlichen Lewis Hamilton, dessen Teamkollegen Valtteri Bottas (Finnland) und den beiden Racing Point mit Lance Stroll (Kanada) und Sergio Perez (Mexiko) war Vettel damit der beste Fahrer ohne Mercedes-Antrieb.

Sechster wurde sein monegassischer Teamkollege Charles Leclerc (Formel 1: Großer Preis von Ungarn, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

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"Ich bin lange genug dabei, ich habe schon ziemlich viel gesehen und mitgemacht, aber klar ist heute ein besserer Tag als an den letzten Wochenenden", sagte Vettel bei Sky: "Nicht nur mitzufahren, sondern mit beiden Autos mitten reinzufahren, ist schon gut." (Das Qualifying zum Nachlesen im TICKER)

Hamilton mit Streckenrekord

Hamilton musste sich derweil "selbst erstmal zwicken, um das zu realisieren". Seine 1:13,447 Minuten sind Streckenrekord auf dem Hungaroring: "In dieser einen Runde ist die Perfektion zusammengekommen. Mein Auto ist nicht weit entfernt von einem Schienenfahrzeug."

Mit seiner insgesamt siebten Pole Position auf dem Hungaroring egalisierte der Brite den bisherigen Rekord von Michael Schumacher.

Teamkollege Bottas landete nur eine Zehntelsekunde dahinter, der Abstand zum drittplatzierten Stroll betrug dann schon fast eine Sekunde. "Wir haben ein sehr hohes Level, sind weit weg von den anderen Teams", stellte Bottas fest. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1).

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Lange Gesichter dagegen bei Red Bull, das eigentlich angetreten war, Mercedes in dieser Saison das Leben schwer zu machen. Nur Platz sieben für Max Verstappen (Niederlande), Alex Albon (Thailand) als 13. nicht in Q3. "Wir rätseln", sagte Motorsportchef Helmut Marko bei Sky, und das tut auch Verstappen: "Ganz klar funktioniert was nicht, aber ich kann nicht sagen, was es ist. Das war ein enttäuschendes Qualifying."

Regen beeinflusst Qualifying

Schon in den ersten fünf Minuten waren alle 20 Autos auf der Strecke - ganz leichter Regen und wenig verheißungsvolle Wetterprognosen machten die Zeitenjagd auf dem Hungaroring zu einem Vabanquespiel. Von Beginn an gaben die beiden Mercedes die Pace vor, und das, obwohl Motorsportchef Toto Wolff am RTL-Mikrofon von einem "Schritt zurück im Vergleich zum Freitag" gesprochen hatte: "Wir sind nicht zufrieden damit, wie das Auto liegt."

Hamilton hatte sich für das Qualifying eine trockene Strecke gewünscht: "Auf diesem kurvenreichen Kurs ist es im Regen echt tricky." (Rennkalender 2020 der Formel 1).

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Am vergangenen Samstag hatte der Weltmeister im Regen-Qualifying von Spielberg mit einer Fabelrunde die Konkurrenz um mehr als eine Sekunde distanziert. "Wir versuchen immer, unser Auto weiter zu verbessern, es zu verstehen", sagte Hamilton, der sich der Kritik von Wolff zumindest öffentlich nicht anschließen wollte.

Gute Leistung von Williams

Kurz vor Ende von Q1 brannte Perez eine Bestzeit in den Asphalt. In 1:14,681 Minuten blieb der Mexikaner als erster Fahrer in diesem Jahr unter 1:15 und setzte sich damit an die Spitze des Feldes, dicht gefolgt von Stroll. Am Ende reichte es aber nicht, um Mercedes ernsthaft herauszufordern.

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Während es die beiden Williams mit George Russell (England) und Nicholas Latifi (Kanada) erstmals gemeinsam ins Q2 schafften, war das Qualifying für die Ferrari-Kundenteams nach Q1 beendet. Weder die beiden Haas-Piloten Romain Grosjean (Frankreich) und Kevin Magnussen (Dänemark) noch die Alfas mit Kimi Räikkönen (Finnland) und Antonio Giovinazzi (Italien) erreichten Teil zwei der Quali.