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Ferrari und die FIA wollen mit einer gemeinsamen Initiative den weiblichen Nachwuchs in der Formel 1 fördern. Insgesamt hoffen 25 Nachwuchsfahrerinnen auf eine Chance.

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Ferrari kämpft für den weiblichen Formel-1-Nachwuchs!

Zusammen mit der FIA ruft die Scuderia eine Initiative ins Leben, um den weiblichen Nachwuchs im Motorsport zu fördern. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zeigt sich von dem Programm "Girls on Track - Rising Stars" begeistert.

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"Wir sind fest davon überzeugt, dass es wichtig ist, junge Menschen bei ihrer Entwicklung im Motorsport zu unterstützen", erklärte der Italiener und betonte bei racefans.net gleichzeitig die Notwendigkeit, Frauen zu fördern: "Vor diesem Hintergrund sahen wir uns veranlasst, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um unser Tätigkeitsfeld auf weibliche Jugendliche auszudehnen, die im Motorsport weiterkommen wollen. Obwohl es kein eigentliches Hindernis für ihre Teilnahme gibt, sind wir uns bewusst, dass es für Frauen schwieriger ist, in diesem Bereich voranzukommen."

25 Fahrerinnen für 12 Plätze

Dazu bekommen 25 Nachwuchsfahrerinnen von fünf Kontinenten die Chance, sich für Trainingslager im Kart- und Formel-4-Bereich zu qualifizieren. Insgesamt zwölf von ihnen werden mit einem Startplatz belohnt. Die Besten können sogar auf ein einjähriges Startrecht in der Formel 4 mit Option auf ein weiteres Jahr hoffen. Dazu wird eine Gruppe von vier Fahrerinnen für eine Woche in die Ferrari Driver Academy eingeladen.

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Die zwölf Plätze werden im Rahmen eines Rennens ausgefahren. Der entscheidende "Shoot-out" soll im Oktober an der Winfield Racing School auf dem Circuit Paul Richard nahe Le Castellet (Frankreich) stattfinden.

Binotto hofft auf einen Erfolg des Förderprogramms. "Wer weiß, vielleicht sehen wir eines Tages zum ersten Mal seit 1976 wieder eine Frau bei einem Formel-1-Weltmeisterschaftsrennen antreten."

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Frauen in der Formel 1

Die erste Frau in der Formel 1 war Maria Teresa de Filippis. Die 2016 verstorbene Italienerin startete 1958 mit einem Maserati 250F. Punkte holte in der Königsklasse nur ihre in den Siebzigern aktive Landsmännin Lella Lombardi.

Mit Giovanna Amati war ebenfalls eine Italienerin die bis dato letzte Frau in einem Formel-1-Cockpit. In der Saison 1992 fuhr sie für Brabham, überstand aber nie die Qualifikation und wurde zum Großen Preis von Spanien durch den späteren Weltmeister Damon Hill ersetzt. Zuletzt waren Frauen in der Königklasse wie Jamie Chadwick (Williams) und Tatiana Calderon (Alfa Romeo) nur als Testfahrerin aktiv.

In der Ferrari-Fahrerakademie sind derzeit unter anderem Mick Schumacher, Giuliano Alesi, Enzo Fittipaldi und Arthur Leclerc als Piloten aktiv.