Alejandro Agag (r.) ist Boss der Elektro-Rennserie Formel E
Alejandro Agag (r.) ist Boss der Elektro-Rennserie Formel E © dpa
Lesedauer: 2 Minuten

München - Alejandro Agag legt der Formel 1 strikte Sparmaßnahmen an Herz - auch nach der Coronakrise. Auch die Einführung einer Budget-Obergrenze soll dabei kein Tabu sein.

Anzeige

Formel-E-Boss Alejandro Agag hat einen Salary Cap in der Formel 1 ins Gespräch gebracht.

"Generell könnte das für den Motorsport eine Chance sein. Und speziell für die Formel 1 könnte es eine riesige Chance sein, das komplette Modell umzustrukturieren", sagte der 49-Jährige bei Motorsport-total.

Anzeige

"Vielleicht ist es eine Gelegenheit für all die Teams, die Einnahmen in gleicher Höhe zu teilen. Ich höre auch von Budget-Obergrenzen in Höhe von 125 Millionen Dollar und so etwas in der Art. Warum dann nicht eine Kostenobergrenze von 75 Millionen Dollar, um es für alle wirklich profitabel zu machen?", fragt Agag.

Große Teams setzen über 300 Mio. Euro um

Noch in dieser Woche wollen der Automobil-Weltverband (FIA) und die F1-Team darüber beraten, die Ausgaben pro Team und Saison zu beschränken - im Gespräch ist eine Obergrenze von 150 Mio. Dollar (137,5 Mio. Euro).

Alle aktuellen Meldungen, Entwicklungen und Auswirkungen auf den Sport durch die Covid-19-Krise im Corona-Ticker!

Für Agag bietet die wegen der Coronakrise mehrere Monate nach hinten verschobene Saison in der Königsklasse die Chance für einschneidende Maßnahmen. Bei großen Teams liege der Salary Cap laut FIA-Boss Jean Todt bei über 300 Millionen Euro - viel zu viel für Agag.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Bayern drohen sieben Ausfälle
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    BVB-Rückfall - wie kam es dazu?
  • Fußball / Bundesliga
    3
    Fußball / Bundesliga
    Schalke bekommt "Stecker gezogen"
  • Fussball / Transfermarkt
    4
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Khedira strebt Winter-Wechsel an
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Zu kalt! Flick sorgt sich um Süle

"Ich finde nicht, dass es normal ist, dass Teams, die im selben Rennen gegeneinander antreten, komplett unterschiedliche Geldbeträge einstreichen", meint der Spanier bezüglich der Unterschiede zwischen den einzelnen Rennställen. "Und wenn die Leute nicht realisieren, dass die Welt nach dem Coronavirus eine andere sein wird, dann begehen sie einen großen Fehler. Die Chance (für einen neuen Deal, Anm. d. Red.) ist da, und man muss sie ergreifen."

Concorde-Agreement noch nicht unterzeichnet

Für das kommende Concorde-Agreement, das die Geldverteilung regelt, muss der Grand-Prix-Sport ab 2021 noch eine neue Fassung erarbeiten.

"Vielleicht ist es gut, dass das Concorde-Agreement noch nicht unterzeichnet wurde. Denn sie enthielt all die ursprünglichen Dinge, die für die Formel 1 eine Art Belastung darstellen, da einige Teams so viel und einige Teams so wenig verdienen", erklärt Agag. "Das Ungleichgewicht im Concorde-Agreement ist enorm. Vielleicht bietet sich jetzt eine Gelegenheit, das gesamte System völlig umzukrempeln."