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Spielberg - Die F1-Macher diskutieren offenbar einen Saisonstart in Spielberg - und das gleich doppelt. Nico Rosberg fände es "fantastisch", doch es gibt viele Fragezeichen.

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Kriegt die Saison am Ende so die Kurve aus der Coronakrise? Wie Motorsport total berichtet, erwägt die Formel 1, mehrere Rennen auf ein und derselben Strecke auszutragen.

Demnach steht ein Saisonstart im österreichischen Spielberg zur Diskussion - und zwar mit zwei Rennen. Die Gründe: Dadurch ließe sich die Anzahl der Grands Prix' erhöhen, und das ohne zusätzliche Reisekosten.

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"Der Red-Bull-Ring hat den Vorteil, dass wir aufgrund der super Infrastruktur keine große Vorbereitung brauchen", sagt Red-Bull-Motorsport-Konsulent Helmut Marko bei ORF.at. Denn: Im Gegensatz zu Melbourne, Baku oder Monaco sei die Strecke fertig und müsse nicht erst aufgebaut werden.

Nico Rosberg würde sich dabei sogar zwei Rennen an einem Wochenende wünschen: "Das wäre fantastisch", meinte der frühere Silberpfeil-Pilot und Weltmeister von 2016 bei Sky. "Zwei Qualifyings am Morgen, zwei Rennen am Nachmittag. Wir Fans würden es lieben. Wenn es hart auf hart kommt, dann hoffe ich, dass sie diese Lösung in Erwägung ziehen."

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Denkbar wäre aber auch, die zwei Grands Prix zu splitten, denn: Zwischen Spielberg und Silverstone liegen zwei Wochen, sodass man dazwischen noch ein zweites komplettes Österreich-Wochenende terminieren könnte.

Noch allerdings fußen all diese Überlegungen auf sehr wackliger Grundlage: "Man muss die Entwicklung abwarten. Derzeit ist alles Theorie", sagt Marko mit Blick auf die gegenwärtige Situation.

Zwar ist der Lauf erst für den 5. Juli geplant, doch in Österreich sind alle Veranstaltungen noch bis Ende Juni untersagt - mit der Gefahr, dass die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus noch einmal verlängert werden.

Unklar ist bis dato ebenso, ob die Veranstaltung(en) selbst bei einer Entspannung der Krise als Geisterrennen oder vor Fans ausgetragen würden.

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Auch die Kostenfrage kann niemand seriös beantworten: Laut Motorsport total müsste die Formel 1 auf ihre Antrittsgelder verzichten, weil sich keine Strecke zwei Grands Prix leisten kann, schon gar nicht ohne Zuschauer.

Zuletzt wurde auch der Grand Prix in Kanada abgesagt, der für Mitte Juni 12. bis 14. Juni angesetzt war. Auch der Saisonauftakt in Frankreich wackelt. Für Silverstone stand zuletzt sogar im Raum, in umgekehrter Richtung als sonst zu fahren.