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Die Hoffnung von Formel-1-Boss Chase Carey, die Saison im Juli starten zu lassen, sorgt für heftige Kritik. Der frühere Pirelli-Boss plädiert für eine Saisonabsage.

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Nach der Ankündigung der Formel 1, die Saison im Juli im österreichischen Spielberg starten zu lassen, hagelt es Kritik.

"Wie kann man bei so vielen Unbekannten so eine Ankündigung machen?" Europa befindet sich in Quarantäne", schimpfte der frühere Pirelli-Sportchef Paul Hembery bei The Sun. Es sei "vermessen" und "rücksichtslos", aktuell von Rennen im Juli zu sprechen.

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Nach der offiziellen Absage des Frankreich-GP hatte sich F1-Boss Chase Carey "zunehmend zuversichtlicher" gezeigt, im Sommer Rennen fahren zu können. Die Königsklasse plane in diesem Jahr noch "zwischen 15 und 18 Rennen". Carey erklärte: "Wir planen einen Start in Europa im Juli, August und Anfang September, mit dem ersten Rennen in Österreich vom 3. bis 5. Juli."

Hembery setzt sich für Saisonabsage ein

Hembery kann diese Vorgehensweise nicht verstehen. "Wenn die Formel 1 schon ein Statement herausgibt, dann hätte es eines über die Absage der Saison sein sollen", sagte der Brite. Zuvor hatten sich bereits der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Ex-FIA-Präsident Max Mosley kritisch geäußert.

"Es geht nur ums Geld und ums Überleben - wie in jedem Geschäft. Auch die Formel 1 ist nicht immun dagegen", meinte Hembery.

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Da es zudem noch kein Concorde-Agreement ab dem Jahr 2021 gibt, befürchtet Hembery ein weiteres Problem für die Formel 1. "Jetzt besteht die Gefahr, dass sich die Hersteller zurückziehen, um Kosten zu sparen", sagte Hembery, der bis 2017 Sportchef bei Reifenhersteller Pirelli war.