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München - Michael Schumacher und Ayrton Senna in einem Team? Dazu kam es in der Formel 1 nie. Der Ex-Boss von Ferrari meint: Es wäre keine gute Idee gewesen.

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Was wäre gewesen, wenn...? Diese Frage lässt sich meistens nur schwer beantworten.

So auch in diesem Fall: Michael Schumacher und der 1994 tödlich verunglückte Ayrton Senna in einem Team? Es kam nie dazu, also ist diese Paarung ein Fantasie-Szenario für Rennsport-Fans geblieben

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Ein Fantasie-Szenario, das nach Einschätzung von Luca di Montezemolo, dem ehemaligen Ferrari-Präsidenten, in der Realität nicht funktioniert hätte.

Di Montezemolo: Schumacher/Senna hätte nicht funktioniert

"Eine Paarung Schumacher/Senna hätte bedeutet, dass wir uns selbst in den Fuß schießen", sagte di Montezemolo zu Sky Sport 24. "Das hätte nicht funktioniert, denn wenn man zwei Superstars im selben Team hat, dann gewinnt man nicht."

Die Fans hätten mit den beiden Formel-1-Piloten eine gute Show geboten bekommen, "aber es wäre nicht gut für Ferrari gewesen".

Die Entscheidung, wen die "Scuderia" verpflichten wollte, war eigentlich eindeutig: Senna, der 1988, 1990 und 1991 Weltmeister wurde, sollte und wollte nach seinem Vertragsende bei Williams 1996 eigentlich zu Ferrari wechseln. Sein tödlicher Unfall in Imola 1994 verhinderte den Wechsel zum Traditionsrennstall.

Schumacher zu Ferrari: di Montezemolo verteidigte Verpflichtung

Dass Schumacher, der als zweimaliger Weltmeister von Benetton kam, nicht sofort verpflichtet wurde, lag an der Umstrukturierung Ferraris.

"Wir hatten nicht das Auto, um zu gewinnen", gesteht di Montezemolo Jahre später. "Michael (Schumacher, d. Red.) ist nach einer langen Umstrukturierung des gesamten Teams gekommen. Er ist zu uns gestoßen, als der Fahrer den Unterschied machen konnte."

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Di Montezemolo war es auch, der die Verpflichtung des Kerpeners intern durchsetzte und verteidigte: "Ich war überzeugt von meiner Wahl, weil die Zeit reif war."

Schumacher mit Ferrari fünf Mal Weltmeister - Barrichello beugt sich der Stallorder

Schumacher und Ferrari hatten dennoch ein paar Anlaufschwierigkeiten. Erst 2000 gelang der erste gemeinsame WM-Titel, der erste nach 21 Jahren für die Italiener. Bei diesem und den insgesamt fünf Titel in Folge war jeweils ein anderer Brasilianer an Schumachers Seite - Rubens Barrichello.

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Auch wenn sich Barrichello der Stallorder beugte, ganz zufrieden war auch er nicht mit seiner Rolle. Allerdings ließ sich ihre Teamchemie besser durch di Montezemolo steuern, als er es von dem vermeintlichen Traumpaar Schumacher/Senna erwartet hätte.