Lesedauer: 2 Minuten

Red Bull Racing zieht vor dem ersten Rennen der Saison einen Doppelprotest gegen Mercedes in Betracht. Grund sind das neue DAS-System sowie das Bremssystem.

Anzeige

Bereits vor dem ersten Rennen der neuen Formel-1-Saison am Sonntag in Melbourne (Formel 1: Großer Preis von Australien, ab 6.10 Uhr im LIVETICKER) fliegen zwischen den Teams die ersten Gipfpfeile.

Wie Red Bull Racing angekündigt hat, plant der Rennstall bei der FIA Protest gegen das neue DAS-Lenksystem von Mercedes einzulegen. "Für uns entspricht das System nicht den Regeln. Deshalb werden wir protestieren, wenn Mercedes das System in Melbourne einsetzt", sagte Motorsport-Chef Helmut Marko zu F1-Insider.com.

Anzeige

Erstmals hatten die Silberpfeile während der Wintertests in Barcelona mit dem DAS-System für Schlagzeilen gesorgt. Zwar hatte die FIA den Stuttgartern während der Entwicklungsphase signalisiert, dass dieses nach ihrer Einschätzung zulässig sei, rechtsverbindlich können das aber schlussendlich nur die FIA-Rennkommissare an einem Rennwochenende beurteilen.

Red Bull plant zweiten Protest gegen Bremssystem

Ob DAS legal ist oder nicht, darüber sind sich aber selbst die Experten nicht einig. Es ist nicht einmal final geklärt, ob das System als Teil der Lenkung oder der Radaufhängung zu bewerten ist, was für die Bewertung der Legalität aber nicht unerheblich ist.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE

Dabei machten sich die Mercedes-Ingenieure ein Schlupfloch im Reglement zunutze, welches der Weltverband FIA inzwischen aber gestopft hat. Ab der Saison 2021 wird DAS damit definitiv verboten sein.

Doch das System soll nicht die einzige technische Neuerung an den Boliden von Weltmeister Lewis Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas sein, die Red Bull sauer aufstößt. Nach Informationen von auto motor und sport wollen die roten Bullen auch Protest gegen das Bremssystem der Silberpfeile einlegen.

FIA regiert auf Anfrage von Red Bull

Das technische Reglement der FIA schreibt vor, dass die Bremsbelüftungen oben wie unten maximal 160 Millimeter von der Radmitte entfernt sein dürfen. Während man sich bei Red Bull und Ferrari genau an diese Vorgaben gehalten hat, sind die Mercedes-Designer auch hier in eine Grauzone vorgestoßen.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Irres Comeback des Schalke-Keepers?
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Eberl wundert sich über Bayern
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Flick über Kimmich-Comeback
  • Motorsport / Formel 1
    4
    Motorsport / Formel 1
    Grosjean spricht über Feuer-Unfall
  • Int. Fussball / La Liga
    5
    Int. Fussball / La Liga
    Ramos beruft Krisensitzung ein

Red Bull wirft den Silberpfeilen deshalb vor, die strukturell tragende Komponente der Radaufhängung als Aero-Struktur zweckzuentfremden. Laut auto motor und sport hat die FIA inzwischen bereits auf eine diesbezügliche Anfrage von Red Bull reagiert und den betroffenen Teams Mercedes und Racing Point angeordnet, die fraglichen Öffnungen zu stopfen.

Diese Übergangslösung soll jedoch nur für die ersten beiden Rennen gestattet sein. Ab dem dritten Rennen müssten die Teams dann komplett umbauen.