Charles Leclerc (l.) und Pierre Gasly haben mit Anthoine Hubert einen Freund verloren
Charles Leclerc (l.) und Pierre Gasly haben mit Anthoine Hubert einen Freund verloren © Getty Images
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Pierre Gasly hat mit Anthoine Hubert einen engen Freund verloren. Der Formel-1-Pilot widmet ihm seinen Punktgewinn und fasst seine Trauer in Worte.

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Pierre Gasly hat beim Großen Preis von Belgien im Toro Rosso zwei Punkte eingefahren. Die Zähler widmete der französische Formel-1-Pilot seinem Freund Anthonie Hubert, der am Samstag bei einem Rennen in der Formel 2 ums Leben gekommen war.

"Im Alter von 22 oder 23 Jahren bist du nicht bereit, solch einen Moment zu durchleben und einen deiner besten Freunde zu verlieren", sagte Gasly nach dem Grand Prix am Sonntag.

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Gasly - der vor kurzem zu Toro Rosso zurückversetzt worden war - und Hubert verband eine enge Freundschaft. "Wir waren Schulkameraden, wir hatten dieselben Professoren. Ich bin immer noch geschockt und kann nicht realisieren, wie schnell es gehen kann", sagte der 23-Jährige, der sich mit dem verunglückten Rennfahrer einst ein Zimmer geteilt hatte.

Gasly zu Leclerc: Gewinne für Anthoine

Auch Ferrari-Pilot Charles Leclerc gehörte zum Bekanntenkreis der beiden Motorsport-Enthusiasten.

"Ich habe Charles vor dem Rennen gesagt: 'Bitte gewinn dieses Rennen für Anthoine'", sagte Gasly – und Leclerc gewann tatsächlich. Wie Gasly widmete er seinen Erfolg dem verstorbenen Hubert.

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"Wir sind so viele Jahre gegeneinander gefahren und kannten uns. Zuerst Jules (Bianchi, Anm. d. Red.) vor ein paar Jahren, jetzt Anthoine. Das sind schreckliche Nachrichten für den französischen Motorsport", erklärte Gasly.

Die Unfälle seiner Landsleute gäben ihm zu denken: "Egal ob 200 oder 300 km/h, es gibt immer ein hohes Risiko zu sterben. Leider hat uns dieser Unfall daran erinnert, dass das ein wirklich gefährlicher Sport ist. Ich bin extrem traurig, dass es einen meiner engsten Freunde im Motorsport erwischt hat."

Kein Gedanke an Hubert während dem Rennen

Auf der Rennstrecke habe er die Gedanken an Hubert verbannt.

"Das musst du, sonst kannst du nicht fahren", sagt er. "Wenn der Helm drauf ist und du in die Formationsrunde fährst, dann denkst du nicht mehr daran." Da befinde man sich als Pilot geistig in einer anderen "Zone".

Doch mit Rennende war Gasly im Kopf wieder bei seinem Freund. "Nach dem Rennen war allerdings Anthoine das erste, was mir wieder durch den Kopf ging. Ich freue mich, dass ich zwei Punkte für ihn holen konnte."