George Russell ist eines der größten Formel-1-Talente
George Russell ist eines der größten Formel-1-Talente © Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten

George Russell ist eines der hoffnungsvollen Talente in der Formel 1, er eilt von einem Triumph zum nächsten. Trotzdem steht er im Schatten eines Landsmannes.

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George Russell

Geburtstag: 15. Februar 1998
Geburtsort: King's Lynn (Großbritannien)
Formel-1-Debüt: 2019
WM-Titel: -
Bisherige Rennställe: Williams
Startnummer: 63

George Russell ist eines der vielversprechendsten neuen Talente in der Formel 1. Seine Erfolgsgeschichte ist beeindruckend, der Youngster eilt von einem Triumph zum nächsten. 

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Die Liste seiner Titel ist schon jetzt lang, trotzdem steht der Brite im Schatten seines Landsmannes Lando Norris, der als kommender Superstar gilt. Schon in der Formel 2 sind sie sich als Rivalen begegnet, in der Formel 1 setzt sich der Konkurrenzkampf jetzt fort. Russell wird in dieser Saison für Williams fahren, Norris für McLaren.

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2006: Anfänge im Kartsport

Bereits im zarten Alter von acht Jahren machte Russell die ersten Schritte im Motorsport. Wie die meisten Formel-1-Stars versuchte sich der Brite zunächst im Kartsport - mit Erfolg. Sein Talent war früh zu erkennen, die ersten Erfolge stellten sich bald ein. 2011 heimste Russell den ersten Europameistertitel in der KF3-Klasse ein.

Es sollte nicht sein einziger Triumph bleiben: Nur ein Jahr später wiederholte er seinen Erfolg und krönte sich erneut zum europäischen Champion. Die Titelverteidigung war bis dato noch niemandem gelungen.

2014: Wechsel in den Formelsport

2014 folgte der Wechsel in den Formelsport. Russell erhielt ein Cockpit bei Lanan Racing in der britischen Formel 4. Mit dem Gewinn der Meisterschaft setzte er seine Erfolgsserie fort. Fünf Siege in 24 Rennen standen zu Buche, elfmal fuhr der Rookie in dieser Saison aufs Podest. Das Duell mit Teamkollege Arjun Maini entschied Russell mit 483:480 Punkten für sich.

Im Jahr darauf verschlug es Russell in die europäische Formel-3-Meisterschaft. Die Resultate waren gut, den Titel schnappte sich allerdings ein Anderer.

Russell beendete die Saison auf dem sechsten Gesamtrang, zumindest in der Rookie-Wertung reichte es zu Rang zwei hinter Charles Leclerc. Im darauffolgenden Jahr zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Erneut reichte es nicht zur Meisterschaft und der junge Brite musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben.

2017: Durchbruch bei Mercedes

2017 dann endlich der große Durchbruch: Mercedes beförderte den damals 18-Jährigen in den Status des Junior-Piloten. 

"George hat in den Nachwuchsklassen beeindruckende Leistungen abgeliefert. Deshalb haben wir schon seit einer Weile ein Auge auf ihn geworfen", begründete Mercedes-Sportchef Toto Wolff die Entscheidung. "Es ist noch früh in seiner Karriere, aber wir sehen großes Potential in ihm."

Die Ziele waren klar formuliert: Die Meisterschaft in der GP3 gefolgt vom Titel in der Formel 2 sollten her. In der Zwischenzeit absolvierte der Jungstar für Mercedes Testfahrten mit den Formel-1-Boliden und durfte bei Force India sogar schon bei Trainings-Einsätzen im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft ans Steuer.

Meisterschaft in der GP3 und Formel 2

Russell wurde allen Erwartungen gerecht. Mit vier Siegen, sieben Podiumsplätzen und vier Pole-Positions sicherte sich der Teenager die Krone in der GP3 bereits zwei Rennen vor Saisonende. 

Auch der Titel in der Formel 2 ließ nicht lange auf sich warten. 2018 führte Russells Weg ihn ins Unterhaus der Formel 1. Zwar reichte es beim ersten Rennwochenende im Hauptrennen nur zu Rang zwölf, bereits am nächsten Tag machte Russell seinen Patzer allerdings wieder gut und kämpfte sich im Sprintrennen auf Platz eins - der erste Formel-2-Sieg seiner Karriere war perfekt.

Am sechsten von insgesamt zwölf Rennen übernahm der Senkrechtstarter die Gesamtführung und gab diese auch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Konkurrent Norris musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Auch sein Engagement als Testfahrer in der Formel 1 führte Russell fort.

2019: Sprung in die Formel 1

Die logische Konsequenz aus Russells bisheriger Erfolgsgeschichte: 2019 erfolgte der Sprung in die Königsklasse des Motorsports. Dort geht der Youngster an der Seite von Robert Kubica für Williams an den Start.

"Es ist eine große Ehre für mich, zu einem Team wie Williams mit so viel Prestige und einer solchen Vergangenheit zu gehen", freute sich Russell auf sein neues Projekt. "Seit ich lebe, träume ich von der Formel 1. Da ich als Kind die Rennen im Fernsehen gesehen habe, fühlt es sich jetzt surreal an, bald in der Startaufstellung zu stehen – neben Fahrern, die ich jahrelang bewundert habe."

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George Russell und Robert Kubica gehen für Williams an den Start © Getty Images

Aber nicht nur Russell konnte sich ein Stammcockpit in der Formel 1 sichern. Auch Norris geht 2019 in der Königsklasse für McLaren an den Start. Damit geht der Wettbewerb zwischen den beiden jungen Talenten in die nächste Runde.