Lesedauer: 3 Minuten

Ferrari mit Sebastian Vettel und Charles Leclerc hinterlässt in der ersten Testwoche einen starken Eindruck. Die neue Fahrerpaarung birgt jede Menge Zündstoff.

Anzeige

600 Runden, etliche Bestzeiten, keine Probleme: Ferrari darf mit der ersten Testwoche der Formel 1 in Barcelona 2019 rundum zufrieden sein.

"Wir haben ein paar Sachen ausprobiert und sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unseres Autos", sagt Sebastian Vettel (31), viermaliger Weltmeister und die Nummer eins im Team.

Anzeige

"Ich werde kräftig Gas geben und möchte unbedingt bald mein erstes Rennen gewinnen", sagt Charles Leclerc (21), Räikkönen-Nachfolger und vielleicht Ferraris heißester Draufgänger seit dem legendären Gilles Villeneuve (Rennkalender der Formel 1 2019).

Meistgelesene Artikel
  • Ralf Rangnick (l.) und Timo Werner schafften mit RB Leipzig den Einzug ins Pokalfinale
    1
    Fußball / DFB-Pokal
    Rangnick verrät Werner-Versprechen
  • FC Bayern Munich v Manchester City - International Champions Cup 2018
    2
    Fussball / Bundesliga
    Was bedeutet Hoeneß' Sané-Ansage?
  • SC Paderborn 07 v Hamburger SV - Second Bundesliga
    3
    Fußball / 2. Bundesliga
    HSV: Becker raus - Boldt übernimmt
  • VfL Bochum v Borussia Dortmund - Preseason Friendly
    4
    Fußball
    Sahin feiert Aufstieg als Trainer
  • Das DEB-Team begeisterte bei der Eishockey-WM die deutschen Fans
    5
    Eishockey-WM LIVE auf SPORT1
    DEB-Team vor großer Zukunft

Vettel ist Ferraris Nummer ins

Die Fahrerpaarung könnte Ferraris neuem Teamchef Mattia Binotto schon bald so manche schlaflose Nacht bereiten. Zwar hat sich die Scuderia öffentlich auf Sebastian Vettel als Nummer eins festgelegt, doch der Heppenheimer muss sehr schnell liefern, will er diesen Status im weiteren Verlauf der Saison zementieren. "Wenn Mattia demnächst das Problem hat, mit zwei schnellen Fahrern umgehen zu müssen, wäre das für mich ein gutes Zeichen", sagte Leclerc.

"Prinz Charles" ist forsch, selbstbewusst und vor allem ziemlich schnell. Dass der junge Monegasse ähnlich wie Räikkönen für Vettel zu einem Best Buddy werden könnte, ist nach den Eindrücken der ersten Testtage in Barcelona ziemlich ausgeschlossen.

"Wir arbeiten sehr gut zusammen. Seb ist ein echt netter Kerl, es ist nicht schwierig, mit ihm klarzukommen. Das ist gut", sagte Leclerc in Barcelona. Echte Freundschaft klingt anders, Vettels Lob für den neuen Kollegen ebenfalls sehr spärlich: "Er ist sehr schnell. Wir werden klarkommen."

Leclerc lobt Lehrmeister Vettel

Leclerc will lernen, so viel und so schnell wie möglich. Dafür ist ihm Vettel mit seiner enormen Erfahrung gerade recht.

"Beim Fahrer-Feedback ist Seb sehr stark, er kann den Ingenieuren ganz genau sagen, was ihm aufgefallen ist und was man anders machen könnte", sagt der Youngster über seinen Teamkollegen: "Außerdem hat er ein gutes technisches Verständnis und weiß sehr viel über das Auto."

Prominente Namen prophezeien Vettel, dass sein fünftes Ferrari-Jahr sein schwerstes werden könnte. "Charles Leclerc ist sehr jung und sehr schnell", sagte Weltmeister Lewis Hamilton: "Er wird viele Leute überraschen, auch im eigenen Team."

Rosberg warnt Vettel

Und Ex-Champion Nico Rosberg sieht den letztjährigen Sauber-Fahrer als echte Herausforderung für Vettel: "Wenn Sebastian fährt wie im vergangenen Jahr, dann ist Leclerc am Ende vor ihm. Der Junge wird auf Attacke gehen, der kann richtig gut Auto fahren."

Zusammen waren Vettel und Leclerc in Barcelona fast unschlagbar. "Wir sind ohne Erwartungen hergekommen und haben nur positive Erfahrungen gemacht", sagte Vettel: "Das Auto ist fantastisch, es gab keinerlei Probleme."

Anfangs habe er sich nach der langen Pause noch ein bisschen eingerostet gefühlt, "aber das hat sich schnell gelegt". Rückschlüsse auf die neue Saison, die am 17. März in Melbourne beginnt, wollte niemand im Team ziehen. "Wir haben natürlich nicht alles gezeigt", sagte Leclerc. Die Rolle des netten, hübschen Jungen liegt ihm irgendwie gar nicht.