Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Italien in Monza hinter Kimi Räikkönen von Platz 2 ins Rennen
Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Italien in Monza hinter Kimi Räikkönen von Platz 2 ins Rennen © Getty Images

Monza - Sebastian Vettel verpasst beim Heimrennen in Monza die Pole und reagiert verschnupft. Kimi Räikkönen will mehr. Die Stimmen zum Qualifying.

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Zwei Ferrari in Startreihe eins - beim Heimspiel.

Während die Tifosi auf den Rängen ihre Scuderia nach dem Qualifiying in Monza enthusiastisch feierten, wollte bei Sebastian Vettel trotz der für die Roten optimalen Ausgangslage vor dem Rennen ( So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) keine Partystimmung aufkommen.

"Wir müssen nachher nochmal reden", sagte der WM-Zweite nach der Zieldurchfahrt im Boxenfunk etwas verschnupft, direkt nachdem sein Teamkollege Kimi Räikkönen ihm mit der schnellsten Runde aller Zeiten die Pole weggeschnappt hatte. (DATENCENTER: Ergebnis des Qualifyings in Monza)

Was genau ihm missfiel, wollte Vettel später auf Nachfrage aber nicht erklären. Vermutlich spielte er darauf an, dass Räikkönen ihm in Q3 nicht wie erhofft Windschatten für eine schnelle Runde gespendet hatte.

SPORT1 fasst die Stimmen von der Rennstrecke, von Motorsport-Total und RTL zusammen:

Kimi Räikkönen (Ferrari, Startplatz 1): "Das Ergebnis heute ist toll, aber nur die halbe Miete. Es gibt keinen besseren Ort, um die Pole zu holen, als hier beim Heimrennen vor den Tifosi. Ich hoffe, sie haben morgen auch Grund zu feiern."

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Sebastian Vettel (Ferrari, Startplatz 2) - über Funk ans Team: "Wir müssen nachher noch mal reden."

nach dem Qualifying: "Kimi war am Ende ein bisschen zu schnell. Ich bin nicht ganz zufrieden mit meinem letzten Versuch, aber es ist ein gutes Ergebnis für das Team. Ich will gewinnen. Kimi will gewinnen. Hoffentlich wird einer von uns gewinnen." (DATENCENTER: Fahrerwertung der Formel 1)

auf die Frage, was er mit seinem Funkspruch "Da sprechen wir gleich darüber" gemeint habe: "Sage ich nicht, tut mir leid. Es ist nicht so gelaufen, wie ich es gerne gehabt hätte. Im Endeffekt war mein letzter Schuss nicht gut genug, ich hatte zu viele kleine Fehler. Ich hatte es selbst in der Hand. Insgesamt bin ich also nicht ganz zufrieden mit dem Ende des Qualifyings."

zur Frage, ob er im Rennen Hilfe von Kimi Räikkönen erwartet: "Nein. Ich erwarte generell nichts von niemanden. Wir fahren unser Rennen. Ich denke, dass wir den Speed haben, ein gutes Rennen zu fahren. Beide rote Autos in der ersten Reihe ist schon mal gut und hoffentlich kommen wir auch so ins Ziel. Das ist ein sehr langes Rennen und man kann auch überholen. Für morgen ist alles drin, heute bin ich nicht so glücklich."

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 3): "Ferrari hat einen soliden Job gemacht. Wir haben alles gegeben, aber Ferrari hatte am Wochenende bisher die Oberhand. Es ist unglaublich eng, das ist toll für den Sport, toll für die Fans."

Valtteri Bottas (Mercedes, Startplat 4): "Es ist möglich, hier zu überholen, aber du brauchst eine gute Geschwindigkeit dafür. Wenn wir die haben und die Reifen halten, können wir vielleicht etwas versuchen. Aber die erste Runde wird sicher wichtig. Kurve 1 kann wirklich aufregend werden, es geht mit hoher Geschwindigkeit in eine wirklich enge Schikane."

Toto Wolf (Motorsportchef Mercedes): "Ich glaube, dass die Startposition vorne vielleicht eh nicht ganz das ist, was du willst. Nach dem ersten Run hat es gut ausgeschaut. Aber im Moment sind die einfach auf einer richtig guten Welle. Auf einer Strecke, die ihnen in der Vergangenheit nicht so gut gelegen ist."

Max Verstappen (Red Bull, Startplatz 5): "Ich hatte keinen Windschatten, die anderen schon. Aber an der Position hätte das eh nix geändert. Die (Ferrari und Mercedes, Anm. d. Red.) werden zu schnell sein. Ich fahre mein eigenes Rennen. Hier in Monza ist natürlich sicher, dass es nicht einfach für uns wird. Mit so einem Heckflügel in den Kurven ist es nicht ganz perfekt, auch auf den Geraden verlieren wir immer viel Zeit."

Nico Hülkenberg (Renault, Startplatz 15): "Das Team hat aus taktischen Gründen entschieden, dass ich noch in Q2 fahren soll, um meinem Teamkollegen noch ein bisschen Windschatten zu geben und zu helfen. Ich will einfach nur ein sauberes, gutes Rennen hinlegen und weiter kommen als letzte Woche. Wir müssen natürlich eine gute Pace haben, um irgendwie überholen zu können und nach vorne zu kommen. Aber wir müssen uns nichts vormachen, das wird kein einfaches Rennen für uns. Wir wussten, dass uns diese Strafe hier erwartet und jetzt müssen wir damit auch leben." 

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