Auch die Gesten von Lewis Hamilton bei der Siegerehrung in Hockenheim regten Jacques Villeneuve auf
Auch die Gesten von Lewis Hamilton bei der Siegerehrung in Hockenheim regten Jacques Villeneuve auf © Getty Images

Der Ex-Weltmeister regt sich über Lewis Hamiltons Schauspielerei auf. Er wirft ihm vor, sich wie Jesus aufzuführen und die Formel 1 mit Hollywood zu verwechseln.

Lewis Hamilton ist bekannt für seine emotionalen Auftritte.

Beim Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheimring hat er es aber übertrieben. Das zumindest ist die Meinung  von Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve.

"Er verwechselt die Formel 1 mit Hollywood. Alles was er macht, ist gespielt", kritisierte der Kanadier bei Sky Italia und legte noch einen drauf: "In den sozialen Medien stellt er sich wie Jesus dar."

Anlass für die heftige Kritik des Champions von 1997 waren die Szenen nach dem Qualifying auf dem Hockenheimring, als Hamilton nach seinem Aus wegen eines Defekts theatralisch neben seinem Auto kniete.

Villeneuve über Hamilton: "Das Leiden Jesu"

"Alleine wie er sich nach dem enttäuschenden Qualifying neben seinen Silberpfeil gekauert hatte, das sah aus wie das Leiden Jesu", ätzte Villeneuve: "Und was er hinterher zu Protokoll gegeben hat, klang wie die Bergpredigt."

Parallelen zur Bibel zog Villeneuve auch nach dem Rennen, das Hamilton vom 14. Startplatz aus sensationell noch gewann. "Seine Gesten auf dem Podium waren so dramatisch, dass jeder sehen konnte, wer nach dem Rennen den plötzlichen Regen auf die Erde sandte", sagte der heute 47-jährige Kanadier.

Nach dem Ende des Rennens ergossen sich sintflutartige Regenfälle über die Strecke des Hockenheimrings.