Max Verstappen krachte im 3. Training in die Mauer © Imago

Nico Rosberg kritisiert Red-Bull-Pilot Max Verstappen nach seinem Trainingsunfall in Monaco scharf. Auch sein Chef Helmut Marko ist sauer auf den Niederländer.

Mit einem Crash im sportlich bedeutungslosen Abschlusstraining zum Großen Preis von Monaco hat sich Red-Bull-Pilot Max Verstappen sein Wochenende völlig zerstört.

Verstappen touchierte mit seinem Boliden kurz vor Ende der Einheit am Samstagmittag mit dem rechten Vorderrad eine Bande und fügte seinem Wagen unter anderem einen Aufhängungsschaden zu.

Verstappen kleinlaut: "War mein Fehler"

 "Das war mein Fehler", sagte Verstappen anschließend. Allerdings relativierte er: "Es war erst mein zweiter Fehler der Saison nach China." Beim Rennen in Shanghai Mitte April hatte Verstappen den Ferrari-Piloten Sebastian Vettel gerammt und dafür eine Zeitstrafe erhalten.

Die Mechaniker des Niederländers schafften es nicht, seinen Boliden in den gut zwei Stunden bis zum Ende des ersten Qualifying-Abschnitts zu reparieren. 

Verstappen konnte deswegen keine Zeit setzen, er geht nun am Sonntag (ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) vom letzten Startplatz ins Rennen.

Rosberg teilt gegen Verstappen aus

Nach seinem Crash kritisierte Ex-Weltmeister Nico Rosberg den Red-Bull-Piloten Verstappen hart.

"Er lernt nicht dazu! Er bleibt auf seiner Linie, immer ein bisschen zu viel Risiko. Ich habe bei ihm nicht mehr so viel Hoffnung mehr, das ist jetzt schon das fünfte Mal in diesem Jahr", sagte der 32-Jährige bei RTL.

Auf die vermeintliche Unerfahrenheit des Red-Bull-Piloten angesprochen, fand der Ex-Mercedes-Pilot ebenfalls deutliche Worte: "Das reicht jetzt, man kann auch nicht sagen, er ist noch unerfahren. Er hat Erfahrung! Und ist jetzt schon jahrelang in der Formel 1 mit dabei", so Rosberg weiter.

Red-Bull-Bosse erhöhen Druck

Auch ein sichtbar angefressener Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko stellte Verstappen kurz nach dem Unfall in der Red-Bull-Box zur Rede.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erhöhte nach dem Qualifying den Druck auf seinen Piloten: "Er muss anfangen, aus seinen Fehlern zu lernen. Er weiß das besser als jeder andere", sagte er. "Es war sicher sehr schmerzhaft für ihn, das Qualifying auf diese Weise zu verfolgen."

Verstappen, dessen Team im Fürstentum seinen 250. Grand Prix bestreitet, war einer der Favoriten auf die Pole Position gewesen.