Baku und München - Sebastian Vettel ist nach seiner Pole-Postion in Baku ehr erleichtert, erwartet aber ein anstrengenden Grand Prix. Sein größter Rivale lobt die Scuderia. Die Stimmen.

Sebastian Vettel bleibt in dieser Saison der Meister des Qualifyings.

In Baku fuhr der Ferrari-Pilot zum dritten Mal in Folge zur Pole-Position und zeigte sich entsprechend gut gelaunt.

Auch Lewis Hamilton war nicht enttäuscht, obwohl er einmal mehr seinem großen Rivalen den Vortritt lassen musste, und fand sogar sehr lobende Worte für die Konkurrenz.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying beim Großen Preis von Aserbaidschan zusammen. (SERVICE: Das Qualifying-Ergebnis)

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 1:

"Das Auto war gut in Q1 und Q2. Da wusste ich: Ich würde eine gute Runde hinkriegen. Ich hatte in Q3 zunächst keine perfekte Runde erwischt. Dann verbremste ich mich beim zweiten Versuch. Ich versuchte alles und brachte es noch ins Ziel. Zum Glück hat es gereicht. Sobald du hier einmal den Rhythmus hast, dann läuft es. Ich bin sehr zufrieden. Es wird ein anstrengendes Rennen."

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 2:

"Das war eng. Wir haben alles gegeben und ich war so dicht dran. Im letzten Sektor habe ich es verloren. Doch Sebastian war schon das ganze Wochenende schnell. Ferrari hatte zuletzt das schnellste Auto und sie waren auch an diesem Wochenende bisher sehr stark. Sie haben ein phänomenales Auto. Doch wir sind auch gut dabei. Wir haben uns auf heute gesteigert. Überholen ist hier möglich, wir werden alles versuchen. Ich werde versuchen, Sebastian unter Druck zu setzen."

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 3:

"Das Rennen hier kann chaotisch werden. Vergangenes Jahr war ich eine Runde zurück und wurde noch Zweiter. Da ist also noch alles drin - und wir sind mit beiden Autos vorne dabei.  Heute war Ferrari einen Tick zu schnell für uns. Doch unser Qualifying-Ergebnis ist ordentlich. Wir befinden uns mit beiden Autos in der Ausgangslage, um den Sieg kämpfen zu können."

Daniel Ricciardo (Red Bull), Startplatz 4:

"Der Samstag ist wichtig, aber am Sonntag geht es um alles. Platz vier ist klasse. Und wir haben ein gutes Rennauto. Ich war in Kurve 15 leicht an der Mauer."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 5:

"Es war okay. Wahrscheinlich haben wir vor dem letzten Versuch etwas zu lange in der Garage gewartet. Meine Reifen waren nicht ganz da. Doch wir haben trotzdem eine gute Ausgangslage. Da kann noch einiges passieren. Wir müssen einfach abwarten. Sebastian sieht sehr schnell aus, aber wir werden sehen."

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 6:

"Meine Runde war gut, ich war schnell genug für Reihe eins. Doch dann unterlief mir ein Fehler, verpatzt! Das hat uns einige Positionen gekostet. Aber das ist der Preis dafür, wenn du Fehler machst. Ich bin einfach enttäuscht, doch was kann ich schon machen? Ich kann nur in den Spiegel schauen. Das ist schmerzhaft."

Pierre Gasly (Toro Rosso), Startplatz 17 (zum Beinahe-Crash mit Hartley):

"Das war erschreckend. Keine Ahnung, was da mit Brendon los war. Vor Kurve 15 hat er massiv an Tempo verloren. Ich kam mit 320 km/h um die Ecke und konnte ihm gerade noch ausweichen. Ich sah mich schon abheben. Das war angsteinflößend. Er hat es sicher nicht absichtlich gemacht, zumal er wohl einen Reifenschaden hatte.

Brendon Hartley (Toro Rosso), Startplatz 19 (zum Beinahe-Crash mit Gasly):

"Ich traf die Wand und nahm Tempo raus, weil ich offenbar einen Schaden hatte. Ich wusste nicht, dass Pierre so dicht hinter mir war. Ich habe mich da verschätzt, bin falsch ausgewichen. Deshalb muss ich mich entschuldigen. Es ging alles zu schnell, ganz klar mein Fehler."

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