Für Sebastian Vettel läuft es bei den Testfahrten der Formel 1 in Barcelona gut
Für Sebastian Vettel läuft es bei den Testfahrten der Formel 1 in Barcelona gut © Getty Images

Sebastian Vettel kommt am fünften Tag der Testfahrten in Barcelona besser in Schwung. Der Ferrari-Pilot setzt die schnellste Zeit. Ein Mercedes-Pilot kommt ihm am nächsten.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat zum Auftakt der zweiten Testserie in Barcelona das Tempo diktiert.

Der Ferrari-Pilot aus Heppenheim setzte am Dienstag auf dem Circuit de Catalunya in 1:20,396 Minuten die Tagesbestzeit. Insgesamt drehte der 30-Jährige 169 Runden bei erstmals ordentlichen äußeren Bedingungen. Sein Ferrari SF71H offenbarte abermals keine sichtbare Schwäche.

"Wir konnten unser Programm ohne größere Probleme abspulen. Nur der Wind hat für ein bisschen Probleme gesorgt", bilanzierte Vettel nach den Testfahrten.

Mercedes kämpft mit Reifen

Knapp langsamer war Mercedes-Pilot Valtteri Bottas als Tageszweiter in 1:20,596 Minuten. Der Finne übergab den Silberpfeil für die letzten vier Fahrtstunden am Mittag an Weltmeister Lewis Hamilton (Rennkalender der Formel 1).

"Unsere größte Herausforderung war es heute, die Reifen auf der neuen Streckenoberfläche zum Arbeiten zu bringen. Beim Medium-Reifen fiel uns das schwer, der Soft-Reifen lässt sich besser aufwärmen, leidet aber unter Reifenabbau. Aber wir lernen ständig dazu.", erklärte Hamilton die Schwierigkeiten der Silberpfeile.

Der Engländer, der am vergangenen Donnerstag bei recht kühler Witterung in 1:19,333 Minuten die schnellste Runde der bisherigen Tests gefahren war, kam in 89 Umläufen diesmal nicht über eine Zeit von 1:20,808 Minuten hinaus.

Red Bull hält mit Mercedes und Ferrari mit

Red Bull nährte auch am Dienstag die Vermutungen vieler Experten, in diesem Jahr vom Saisonstart an auf Augenhöhe mit Mercedes und Ferrari zu sein. Der Niederländer Max Verstappen legte 128 Runden zurück und war bei seiner schnellsten Runde in 1:20,649 Sekunden nur rund zweieinhalb Zehntel langsamer als Vettel.

Renault-Pilot Nico Hülkenberg belegte mit 1:21,432 Minuten den siebten Rang, am Mittag übergab er seinen Boliden an seinen Teamkollegen Carlos Sainz junior (Spanien). "Die Strecke ist ganz anders als letzte Woche. Man hat ein völlig neues Gefühl im Auto", sagte Hülkenberg.

Probleme offenbarte McLaren. Der Belgier Stoffel Vandoorne rollte gleich zweimal mit seinem Boliden aus und legte lediglich 38 Runden zurück.

Zum Auftakt des zweiten Teils der Testfahrten (bis Freitag) fanden die Fahrer im Gegensatz zur teils verschneiten Vorwoche Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen vor, der Asphalt auf dem Circuit de Catalunya erhitzte sich am Mittag auf mehr als 30 Grad. Auch in den kommenden Tagen sind gute Bedingungen vorhergesagt.

Vettel ist am Donnerstag ein letztes Mal im Testeinsatz, am Mittwoch und Freitag übernimmt sein finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen den Ferrari SF41H. Am Freitag ist auch der letzte von acht erlaubten Testtagen vor dem Start am 2. März im australischen Melbourne.

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