Kimi Raikkönnen musste in Melbourne Sebastian Vettel den Vortritt lassen
Kimi Raikkönnen musste in Melbourne Sebastian Vettel den Vortritt lassen © Getty Images

In Australien kommt es zu einem Streit zwischen Kimi Räikkönen und seiner Crew, nachdem der Ferrari-Pilot über ein wichtiges Detail im Rennen nicht informiert wird.

von Ljubo Herceg , Sina Götz

Beim Grand Prix in Australien kam es offenbar zu einem Streit zwischen der Ferrari-Crew und Kimi Räikkönen. Über Funk soll es richtig gekracht haben, berichtet Motorsport Total.

Der Finne hatte den in Führung liegenden Lewis Hamilton mit seinem Boxenstopp zu einem Reifenwechsel in Runde 19 gezwungen, um einen "Undercut" von Räikkönen zu verhindern.

Das nutzte sein Ferrari-Kollege Sebastian Vettel aus und konnte länger auf der Strecke bleiben. (SERVICE: Die Teamwertung)

Das Risiko machte sich bezahlt: Der Heppenheimer profitierte von einer Safety-Car-Phase und holte schließlich den Sieg vor Erzrivale Hamilton.

Was aber passierte im Hintergrund?

In der 23. Runde lieferten sich Räikkönen und sein Ingenieuer ein hitziges Wortgefecht, weil Vettel noch nicht in der Box war, er aber schon in Runde 18 zum Boxenstopp gekommen war.

"Wir brauchen ein bisschen mehr Tempo, Kimi. Seb fährt (Rundenzeiten von) 28,5, 28,5. Du 28,7", sagte ihm sein Renningenieur Carlo Santi über Funk.

Der "Iceman" zeigte sich davon sehr überrascht: "War er noch nicht an der Box oder wie?" Die Antwort seines Teams: "Noch nicht, noch nicht!"

Von der veränderten Rennstrategie für Vettel hatte Räikkönen nichts mitbekommen und tobte: "Ach du Scheiße! Und das sagt ihr mir jetzt? Erst sagt ihr mir, dass wir keine Eile haben! Reitet mich damit nicht in die Scheiße".

Das Kapitel könnte noch ein Nachspiel haben - ohne Weiteres dürfte sich Räikkönen nicht mit der Teamorder zugunsten von Vettel abfinden. (SERVICE: Die Fahrerwertung)

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