Ferrari-Boss Sergio Marchionne (r.) unterstützt seinen Fahrer Sebstian Vettel beim Rennen in Austin
Ferrari-Boss Sergio Marchionne (r.) unterstützt seinen Fahrer Sebstian Vettel beim Rennen in Austin © Getty Images
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Nach einigen verpatzten Rennen sind die Titelchancen von Sebastian Vettel gering. Der Ferrari-Boss gibt Vettel eine Mitschuld. Arrivabene nimmt er in Schutz.

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Anfang September hatte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel noch sieben Punkte Vorsprung auf seinen größten Konkurrenten Lewis Hamilton.

Einige Wochen später hat sich das Blatt komplett gewendet: Der Mercedes-Pilot hat nun 59 Punkte mehr auf dem Konto als Vettel und kann beim Großen Preis der USA bereits seinen vierten WM-Titel holen.

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Beim letzten Rennen in Japan machte dem Heppenheimer dabei eine nicht richtig sitzende Zündkerze einen Strich durch die Rechnung. Zuvor hatte der viermalige Weltmeister aber auch selbst Fehler begangen wie beim Start-Crash in Singapur oder seinem Rammstoß gegen Hamilton in Aserbaidschan.

Ferrari-Boss Sergio Marchionne sieht die Schuld an der Formflaute deshalb sowohl bei ihm als auch bei den Technikern.

"Sebastian weiß, dass er einige Dummheiten begangen hat, andere gehen auf die Kappe des Teams, also liegt die Verantwortung auf den Schultern aller", sagte Marchionne am Rande des GP in Austin.

Im Fahrerlager hält sich trotzdem das Gerücht, dass Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene bei einer möglichen WM-Niederlage den Kopf hinhalten muss. "Die Scuderia hat in disem Jahr so gut abgeschnitten, weil diese Mannschaft außergewöhnlich ist", sagt Marchionne darauf angesprochen.

"Es geht um Prozesse, die verbessert werden müssen, nicht um einzelne Personen. Und Mattia (Binotto, Anm. d. Red.) und Maurizio waren beide Männer, die zu Siegen die Weichen gestellt haben. Es geht nicht darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Wir müssen Probleme lösen."

Ganz aus der Welt geräumt haben, wird der Ferrari-Boss das Gerücht mit dieser Aussage vermutlich trotzdem nicht.