F1 Grand Prix of China
F1 Grand Prix of China © Getty Images
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Die Unzufriedenheit mit den aktuellen Motorenregeln in der Formel 1 ist bei Red Bull groß. Helmut Marko kündigt den Ausstieg an, falls sich diese nicht ändern.

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In der Formel 1 soll es ab 2021 ein neues Motorenreglement geben – wie das genau aussehen wird, weiß noch niemand.

Für Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko steht aber fest: Sollte sich an den aktuellen Motorenregeln nichts ändern, wird Red Bull der Formel 1 den Rücken zuwenden.

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"Ja, wir würden die Formel 1 verlassen, wenn das Reglement so bleibt", sagte der Österreicher bei Motorsport-Total.com

Das aktuelle Antriebskonzept mit 1,6-Liter-V6-Hybridantriebseinheiten mit zwei Elektromaschinen ist für Marko auf Dauer inakzeptabel. 

"Bevor wir über eine Budgetdeckelung reden, sollten wir die Motorensituation endlich regeln. Wenn ein Team pro Jahr über 20 Millionen Euro für Motoren zahlt, dann ist das ein Irrsinn. Alleine ein Benzin-Update kostet zwei Millionen", schimpfte Marko.

Marko fordert billigere Motoren

Der 74-Jährige fordert daher Motoren, die weniger als zehn Millionen Euro kosten und somit auch ein unabhängiger Hersteller bieten könnte. Teams wie Red Bull oder Sauber könnten dann diese Motoren kaufen und wären nicht an Hersteller gebunden, die ein eigenes Werksteam besitzen. 

Red Bull wäre vor vor zwei Jahren nach der vermeintlichen Trennung von Renault fast ohne Motor dagestanden, nachdem Mercedes seinen Konkurrenten nicht mit Motoren ausstatten wollte.

McLaren hat laut Marko nun das gleiche Problem, da sie zum schwachen Honda-Motor kaum Alternativen haben. "McLaren ist jetzt in einer Situation, dass das Team fast in den Ruin getrieben wird, weil ihnen die Sponsoren davonrennen", sagte Marko.