European F1 Grand Prix - Previews
European F1 Grand Prix - Previews © Getty Images
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Fernando Alonso spuckt trotz der desaströsen Saison mit McLaren-Honda große Töne. Er will mit einem großen Knall abtreten.

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Dass Fernando Alonso schon längst die Nase voll davon hat, mit McLaren-Honda in der Formel 1 entweder auszuscheiden oder hinterherzufahren, ist hinlänglich bekannt.

Jetzt hat der Spanier seine Ziele in der Königsklasse allerdings so deutlich formuliert wie noch nie zuvor: "Wenn ich aus der Formel 1 aussteige, dann will ich das nicht in Q1 tun. Sondern mit Siegen", erklärt er in einem Interview mit NBC. "Ich will eine dritte Weltmeisterschaft gewinnen."

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Ob seiner bescheidenen Leistungen mit McLaren in der laufenden Saison erscheint diese Titel-Ansage doch etwas vermessen. Selbst im konkurrenzfähigeren Ferrari brachte es Alonso letztmals vor vier Jahren zu einem Grand-Prix-Sieg.

Entscheidung im Herbst

Aber der 35-Jährige ist fest davon überzeugt, dass der den großen Wurf noch immer in sich hat und knüpft seinen Erfolg nicht zwingend an seinen aktuellen Rennstall.

Alonso erklärte unlängst am Rande des Großen Preises von Kanada, dass er nur bei McLaren bleiben wird, wenn das Team bis September Rennen gewinnen kann. Das scheint aktuell eher unwahrscheinlich.

Im Herbst will der zweimalige Weltmeister seine Entscheidung bekannt geben, für welches Team er im nächsten Jahr fahren will. Immerhin stellt Alonso seine Zukunft in Formel 1 damit definitiv nicht mehr in Frage.

Selbst das hatte der emotionale Spanier nach dem katastrophalen Saisonstart getan. Zuletzt ließ er das Rennen in Monace zugunsten des NASCAR Indy 500-Rennens ausfallen.

"Alles dreht sich darum, nächstes Jahr gewinnen zu können"

"Unabhängig davon, wie ich mich später in diesem Jahr entscheiden werde: Alles dreht sich darum, nächstes Jahr gewinnen zu können", betonte Alonso. "Ich befinde mich in einer Phase meiner Karriere, in der ich keine Entscheidungen mehr auf Hoffnungen basieren werde."

Echte Siegchancen dürfte der erfolgsverwöhnte Iberer aber nur bei Mercedes, Ferrari oder Red Bull haben. Bei letzterem Rennstall handelte sich Alonso aber bereits eine Absage ein. "Wir haben kein Cockpit frei", stellte Teamchef Christian Horner klar.

Bei Mercedes hat Alonso nach seinem einem Jahr 2008 viel verbrannte Erde hinterlassen. Bliebe nur noch Ferrari, wo Kimi Räikkönen nach dem Saisonende seine Karriere beenden wird.

Aber auch bei Ferrari ist Alonso nach seinem Abgang 2014 nicht unumstritten. Und die Italiener scheinen als Leader klar auf Sebastian Vettel zu setzen, der erst am Samstag eine baldige Vertragsverlängerung angekündigt hatte.

Alonsos Situation in der Formel 1 könnte also kaum verzwickter sein.