Lucas di Grassi im Audi, dieses Bild aus der Formel E wird es bald wohl nicht mehr geben
Lucas di Grassi im Audi, dieses Bild aus der Formel E wird es bald wohl nicht mehr geben © Imago
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Audi zieht den Stecker und steigt aus der Formel E aus. Dafür haben die Ingolstädter andere spektakuläre Pläne.

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Audi stellt sich im Motorsport komplett neu auf. Nach dem werksseitigen Ausstieg aus der DTM ziehen die Ingolstädter nun auch in der Formel E den Stecker!

Ende 2021 steigt Audi demnach als Werksteam aus der Serie aus.

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Und es wird ein echter Einschnitt für die Elektroformel. Denn die Ingolstädter waren seit 2014 von Anfang an dabei, erst als Partner vom Team Abt Sportsline, seit 2017 auch als Hersteller. 2017 holte Audi-Pilot Lucas di Grassi den Titel, 2018 gewann Audi die Konstrukteursmeisterschaft. Immerhin: Kundenteams dürfen den für die kommende Saison neu entwickelten Antriebsstrang weiterhin einsetzen.

Mit E-Auto bei Rallye Dakar

Audi bleibt dem Elektro-Motorsport trotzdem treu, wie der Konzern am Montag bekannt gab. Der Hammer: Ab 2022 starten die Ingolstädter bei der Rallye Dakar – ebenfalls mit einem elektrischen Antriebsstrang.

Damit kehrt die Marke zu ihren Ursprüngen zurück. Mit dem Audi quattro revolutionierten die Bayern ab 1981 schon einmal den Rallyesport. Jetzt will man also die Mutter aller Rallyes erobern die aktuell in Saudi-Arabien ausgetragen wird und stets im Januar stattfindet.

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Derzeit sind dort werksseitig nur Toyota und Mini vertreten. Von Privatfahrern werden aber diverse andere Marken eingesetzt, dazu kommen kleinere Hersteller wie Borgward – eine ursprünglich deutsche Marke, die jetzt aber in Besitz von Chinesen ist. Im Vorjahr hat die Rallye durch die Teilnahme von Formel-1-Star Fernando Alonso große Aufmerksamkeit erlangt. Mit einem Elektroantrieb durch die Wüste – diese Story will nun Audi erzählen.

Künftig in Le Mans und Daytona?

Offenbar denkt man auch über einen Einstieg in die LMDh-Klasse der Sportwagen-WM nach. Das würde eine Rückkehr nach Le Mans und einen Einsatz bei den 24 Stunden von Daytona mit einem Hybrid-Supersportwagen bedeuten. Die LMDh-Boliden sollen gemeinsam mit den Hypercars um den Gesamtsieg in Le Mans fahren können. Die Autos basieren auf den LMP2-Prototypen von Ligier, Oreca, Dallara und Riley, können aber von den Herstellern mit Silhouetten versehen werden.

Die Gesamtleistung beträgt 707 PS, wobei 68 PS davon durch ein Hybridsystem zustande kommen. Audi hat in Le Mans zwischen 2000 und 2014 insgesamt 13 Mal gewonnen. Nur Porsche (19) hat mehr Gesamtsiege errungen.

Nebeneffekt der Neuaufstellung: Dieter Gass (57), seit 2017 oberster Motorsportler bei Audi, soll seinen Posten als Motorsportchef der Marke mit den vier Ringen niederlegen. Seine Aufgaben übernimmt in Zukunft nach unseren Informationen offenbar Audi-Sport-Geschäftsführer Julius Seebach.