Daniel Abt saß beim virtuellen Formel-E-Rennen nicht selbst am Steuer
Daniel Abt saß beim virtuellen Formel-E-Rennen nicht selbst am Steuer © Imago
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Bei der "Race at Home Challenge" der Formel E sorgt Daniel Abt für einen handfesten Skandal. Der Deutsche steuert seinen Boliden beim Rennen in Berlin nicht selbst.

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Skandal in der Formel E!

Am Samstag fand auf dem virtuellen Kurs von Berlin-Tempelhof das fünfte Rennen der "Race at Home Challenge" statt. Hinter Oliver Rowland und Stoffel Vandoorne kam Daniel Abt vermeintlich als Dritter ins Ziel. 

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Nun wurde bekannt, dass der 27-Jährige gar nicht selbst am Steuer des virtuellen Formel-E-Boliden saß. Doch der Reihe nach. Zunächst wurde der Deutsche aufgrund einer nachträglichen Zeitstrafe von dem dritten auf den sechsten Platz nach hinten versetzt. 

Doch damit nicht genug. Wie später herauskam, ließ Abt seinen Boliden mit der Startnummer 66 von dem österreichischen E-Sport-Profi Lorenz Hörzing fahren.

Abt werden alle Punkte gestrichen

Abt werden nun nicht nur die Punkte des fünften Rennens in Berlin-Tempelhof, sondern die Punkte aller bisheriger Saisonrennen der "Race at Home Challenge" gestrichen. Zudem muss der Deutsche 10.000 Euro an einen wohltätigen Zweck seiner Wahl spenden.

Hörzing dagegen ist lediglich in seiner Klasse der E-Sport-Profis bei der Challenge gesperrt.

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"Ich möchte mich bei der Formel E, all meinen Fans, meinem Team und meinen Fahrerkollegen dafür entschuldigen, dass ich für das Rennen am Samstag Hilfe von außen in Anspruch genommen habe", entschuldigte sich Abt in einem Statement. 

Audi von Abt plötzlich besser

"Ich habe das nicht so ernst genommen wie ich das hätte tun sollen. Das tut mit sehr leid, weil ich weiß, wie viel Arbeit seitens der Formel E in dieses Projekt gesteckt wurde. Mir ist klar, dass mein Vergehen einen bitteren Nachgeschmack hat, aber es war niemals aus böser Absicht heraus gedacht", so der Deutsche weiter.

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Die "Race at Home Challenge" wird von der Formel E in Kooperation mit Motorsport Games initiiert und sammelt Spenden für den weltweiten Corona-Fonds von UNICEF.

Die Schummelei von Abt war aufgeflogen, nachdem sich mehrere Fahrerkollegen gewundert hatten, dass der Audi mit der Nummer 66 plötzlich derart konkurrenzfähig war. Dazu kam, dass im Livestream, in dem die Fahrer stets zu sehen sind, das Gesicht der Person im Simulator von Abt während des gesamten Rennens verdeckt war.