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Mick Schumacher ist auch im russischen Sotschi nicht zu schlagen. Der deutsche Formel-2-Pilot baut damit seine Gesamtführung aus.

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Mick Schumacher ist auf dem besten Weg, den Titel in der Formel 2 zu ergattern.

Der Sohn von Michael Schumacher gewann am drittletzten Wochenende das Hauptrennen im russischen Sotschi vor Red-Bull-Junior Yuki Tsunoda (Japan/Carlin) und baute seine Führung in der Gesamtwertung aus. Für den 21-Jährigen vom Prema Powerteam war es der zweite Saisonsieg, er erhielt 25 Punkte.

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In der Fahrerwertung führt Schumacher mit 186 Punkten weiter vor Callum Ilott (Uni-Virtuosi Racing/168) aus Großbritannien, der im Foto-Finish gegen Luca Ghiotto im Rennen Rang drei sicherte. Nach dem Sprintrennen in Sotschi am Sonntag stehen noch zwei Trips nach Sakhir (Bahrain) mit jeweils zwei Rennen an, bei denen die Titelentscheidung fällt.

Und das Titelduell ist aus einem weiteren Grund brisant: Wie Schumacher ist auch Ilott Ferrari-Junior und hofft auf den Sprung in die Formel 1. Mittlerweile gilt Schumacher als Favorit auf den Aufstieg in der kommenden Saison, auch der Trend spricht für den Deutschen: In den vergangenen acht Rennen stand er bei zwei Siegen insgesamt sechsmal auf dem Podest.

"Wir hatten im Qualifying die Geschwindigkeit und haben das auch im Rennen umgesetzt", sagte Schumacher: "Das Rennen hätte nicht besser laufen können. Der Start war gut, der Boxenstopp sehr schnell, die Balance des Autos hervorragend. Wir haben jetzt Konstanz, wir holen Podien und viele Punkte - so gewinnt man am Ende Meisterschaften. Wir haben als Team hart gearbeitet und uns verbessert, und das zahlt sich jetzt aus."

Schumacher bedankt sich beim Team

Schumacher startete von Platz drei und versuchte direkt einen Angriff auf die Spitze und Yuki Tsunoda. Nach einem selbst verschuldeten Unfall von Juri Vips aber kam das Safety Car heraus und bremste den Deutschen.

In Runde neun fuhr Schumacher an die Box und fiel zunächst zurück, doch nach und nach kämpfte sich das Top-Talent mit frischen Reifen nach vorne. In Runde 19 war es dann so weit: Schumacher schob sich mit einem starken Manöver an Tsunoda vorbei auf Rang eins. Die Führung hielt er bis ins Ziel souverän.

"Wir können sehr zufrieden sein", sagte Schumacher, der von einer Team-Leistung sprach: "Ich bin froh, dass wir die Pace in einen Rennsieg umwandeln konnten, also vielen Dank an das Team, dass das Auto konstant schnell war."

Konkurrent lobt: "Mick war perfekt"

Konkurrent Tsunoda verneigte sich: "Heute war Mick perfekt, er ist einfach besser gefahren."

Am Sonntag (9.55 Uhr MESZ) findet in Sotschi noch das Sprintrennen statt, Schumacher wird dann von Rang acht starten. "Es macht zur Zeit einfach großen Spaß und ich freue mich darauf, schnell wieder in diesem Auto zu sitzen", sagte er.

Anfang September hatte Schumacher in Monza seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Schumacher bringt sich mit seinen starken Vorstellungen der vergangenen Wochen somit noch stärker in Position für einen Aufstieg in die Motorsport-Königsklasse im kommenden Jahr.