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Mick Schumacher fährt in der Formel 2 zum ersten Sieg in einem Hauptrennen. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher ringt um Worte.

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Mick Schumacher stürmte am Jubelbild seines berühmten Vaters vorbei auf das oberste Treppchen in Monza. Wo der legendäre Michael Schumacher die Ferraristi ein ums andere Mal in Ekstase versetzt hatte, triumphierte sein 21-jähriger Sohn am Samstag erstmals in einem Hauptrennen der Formel 2.

Vor den Augen von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, der gut hörbar "great job" in die Außenmikrofone raunte, scheint der Knoten beim mit Erwartungen überladenen Deutschen geplatzt zu sein (SERVICE: Das sagen Experten über Schumachers Formel-1-Chancen)

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Schumacher: "Fühlt sich großartig an"

Mit tränenerstickter Stimme suchte Schumacher am Boxenfunk nach Worten - es misslang, nur ein "Grazie" brachte er gerade so heraus. Auch Minuten später im Parc ferme war Schumacher noch überwältigt. "Es fühlt sich großartig an", sagte er: "Ich bin sehr glücklich, hier zu stehen. Ich will das erstmal genießen."

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Dazu hat Schumacher allen Grund: Durch seinen zweiten Formel-2-Sieg nach dem Erfolg im Sprintrennen von Budapest 2019 befindet sich der Prema-Pilot mit einem Mal mitten im Titelkampf. Mit 131 Punkten verbesserte sich Schumacher auf Rang drei in der Gesamtwertung, sein russischer Teamkollege Robert Schwarzman und der Brite Callum Ilott (Uni-Virtuosi Racing) sind nur noch drei Zähler voraus.

Im Sprintrennen am Sonntag (11.10 Uhr) kann Schumacher nachlegen, aufgrund der Reverse-Grid-Regel muss der 21-Jährige dies allerdings von Startplatz acht tun.

Schumacher bringt sich in Formel-1-Position

Mit seinen starken Vorstellungen der letzten Wochen bringt sich Schumacher auch in Position für einen möglichen Aufstieg in die Motorsport-Königsklasse. Zumindest Testfahrten für Alfa Romeo wurden dem Ferrari-Nachwuchsfahrer zuletzt in Aussicht gestellt.

Binotto hatte erst am Freitag den Konkurrenzkampf um ein mögliches Formel-1-Cockpit zwischen den drei Ferrari-Junioren Schumacher, Schwarzman und Ilott angeheizt. "Ich glaube, Robert, Callum und Mick tun alles und zeigen Fortschritte im Vergleich zum letzten Jahr. Ich denke, die zweite Saisonhälfte wird wichtig sein", sagte der Ferrari-Teamchef. Für ihn seien dabei nicht nur die reinen Ergebnisse, sondern in gleichem Maße "die Entwicklung" entscheidend.

Beim Ferrari-Motorkunden Alfa Romeo ist noch kein Fahrer für die Saison 2021 bestätigt, die Verträge von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) und Antonio Giovinazzi (Italien) laufen aus. Bei Alfa Romeo empfahl sich Charles Leclerc durch starke Leistungen in der Saison 2018 für den Aufstieg zu Ferrari.