Nico Hülkenberg kam 2020 nur zu wenigen Einsätzen in der Formel 1
Nico Hülkenberg kam 2020 nur zu wenigen Einsätzen in der Formel 1 © Imago
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München - DTM-Boss Gerhard Berger hat derzeit alle Hände voll zu tun mit der Rettung der DTM. Nun hat er zwei Piloten mit großen Namen im Visier.

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Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger arbeitet derzeit Tag und Nacht, um seine DTM mit neuem Reglement auf die Beine zu stellen.

Zu seinen Aufgaben gehört auch, über den Tellerrand der besten Tourenwagenserie der Welt hinauszuschauen, um das optimale Paket zu schnüren. Deshalb gilt der ehemalige Ferrari-Pilot als Insider der Formel-1-Szene, dessen Rat dort immer noch Gehör findet. 

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Der Tiroler ist überzeugt, dass jede Serie Fahrer braucht, mit der sich die Fans identifizieren können. Formel-1-Piloten, aktuelle und ehemalige, die sich in der DTM mit den Weltklasse-Tourenwagenpiloten wie René Rast, Marco Wittmann oder Timo Glock messen, würden da helfen. So könnte die DTM "ein Race of Champions" werden – allerdings über zehn Veranstaltungen im Jahr. (Rennkalender der DTM 2021)

Button bringt eigenes DTM-Team an den Start

Mit Ex-Weltmeister Jenson Button hat Berger schon den Anfang gemacht. Der britische Weltmeister von 2009 bringt ein eigenes Team mit einem McLaren GT3 an den Start. Es gilt als sicher, dass er auch mal selbst ans Lenkrad seines McLaren greifen wird. 

Red-Bull-Ersatzfahrer Alexander Albon wird mit einem Ferrari und Unterstützung seines Arbeitgebers teilnehmen. Doch Berger hat noch weitere Pläne. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hat ebenfalls Interesse signalisiert, in der neuen DTM mitzumischen. "Ich denke, sie ist neben der Formel 1 die momentan attraktivste Rennserie für einen Rennfahrer mit Ambitionen", so der Kanadier zu SPORT1

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Berger dazu: "Jacques würde optimal ins Konzept passen. Am Ende ist es aber eine Frage der Finanzierung. Alle arbeiten dran, Sponsoren zu finden."

Berger wünscht sich Hülkenberg

Berger hat noch einen Wunschkandidaten: Nico Hülkenberg. Der Deutsche zögert noch. Der in der Königsklasse arbeitslose Emmericher, der als einer der Top-Ten-Piloten weltweit gilt, will sich 2021 nochmal auf die Formel 1 konzentrieren.

2020 glänzte er dreimal als Ersatzmann für die Corona-erkrankten Sergio Pérez und Lance Stroll. 2021 will er wieder der Mann sein, den man fragt, wenn es darum geht, den Formel-1-Feuerwehrmann zu spielen. Ein DTM-Engagement könnte in seiner Wahrnehmung von diesem Ziel ablenken. Noch ist das letzte Wort aber nicht gesprochen. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Intensiv verfolgt Berger weiterhin die Geschehnisse in der Königsklasse. Die Frage, die ihm am häufigsten gestellt wird: Wie gut ist Rekordweltmeister Lewis Hamilton wirklich? Könnten auch andere Piloten im überlegenen Mercedes ähnliche Leistungen bringen?

Berger sieht Hamilton als Nummer eins

Berger zu SPORT1: "Lewis ist schon absolute Weltklasse. Zu seinem irren Speed und extremen Talent kommt jetzt auch noch seine Erfahrung dazu. Teamkollege Valtteri Bottas ist ja auch nicht gerade langsam, aber am Ende hat er keine Chance gegen Hamilton. So würde es den meisten gehen."

Drei Piloten traut der 61-Jährige zu, im Mercedes ebenfalls Weltmeister zu werden: "Max Verstappen, Charles Leclerc und Sebastian Vettel in Normalform. Sonst sehe ich keinen auf diesem Topniveau. Aber Lewis ist für mich im Moment noch die Nummer eins."

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Ist Hamilton angesichts seiner sieben WM-Titel auch der beste Fahrer aller Zeiten? Berger: "Wir hatten Fangio, Prost, Michael Schumacher, Alonso, Vettel und noch andere, die eine Ära geprägt haben. Hamilton steht für mich mit ganz oben. Aber der Beste aller Zeiten ist für mich immer noch Ayrton Senna."

Berger, der 1990 und 1991 Teamkollege des legendären Brasilianers bei McLaren war, fügt hinzu: "Ayrton hatte keine Schwächen und verzauberte die Umwelt zusätzlich durch sein unglaubliches Charisma."