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Warum WRT-Audi-Neuling Ferdinand Habsburg nicht zu Meister Rene Rast aufschaut und was er trotzdem am derzeit erfolgreichsten DTM-Piloten bewundert

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Ferdinand Habsburg wird 2020 im amtierenden Audi-Meisterauto von Rene Rast in die DTM-Saison gehen. Und eines ist jetzt schon klar: In Ehrfurcht erstarrt der 22-jährige Österreicher vor dem zweimaligen DTM-Meister nicht.

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"Ich glaube nicht, dass er mehr Talent hat als ich", meinte der frischgebackene WRT-Audi-Pilot im Interview mit 'Motorsport-Total.com', das im Dezember vor dem R-Motorsport-Ausstieg aus der DTM geführt wurde.

"Mir fehlen noch ein paar Sachen, damit ich konstant auf seinem Niveau fahren könnte, aber ich habe erst meine erste Saison als Profirennfahrer hinter mir", erklärt Habsburg. "Und er ist ja schon vor der DTM mehrere Saisons im Porsche gefahren. Deswegen hat er diesen Vorteil. Das Gute ist, dass ich noch etwas Zeit habe. Außerdem spielt auch die Performance des Autos eine Rolle."

Warum Habsburg nicht mehr zu Rast aufschaut

Was Rast abgesehen von der Erfahrung so stark macht? "Ich habe den Eindruck, dass er extrem hart arbeitet", antwortet Habsburg. Zudem könne der Rosberg-Audi-Pilot "sehr gut mit den Reifen umgehen. Er ist von ganz unten gekommen, und seine Karriere ist sehr interessant und beeindruckend. Ich will ihn trotzdem schlagen."

Jeder Rennfahrer sei "ein Konkurrent", stellt Habsburg klar. "Ich muss so hart wie Rene oder noch härter arbeiten, um ihn zu schlagen. Da gibt es keine Alternative." Aber hatte der Österreicher, der in seiner Rookiesaison im schwachen Aston Martin drei Punkte einfuhr, in der Vergangenheit mehr Ehrfurcht vor den Stars der DTM?

"Ich habe früher absolut zu Rast aufgeschaut", verweist Habsburg auf Formel-3-Zeiten, als der Youngster im Rahmenprogramm der DTM unterwegs gewesen war. "Da ich aber jetzt gegen ihn fahre, darf ich das nicht mehr tun. Mit seinen zwei Titeln hat er sehr viel erreicht, was unfassbar beeindruckend ist. Das setze ich mir auch als Ziel." Auf die Frage, ob Rast der beste DTM-Fahrer sei, grinst der WRT-Audi-Pilot schelmisch: "Absolut nicht."

Lernen von Rast? "Wird beste Tipps sicher nicht preisgeben"

Dafür könnte sich Habsburg in der kommenden Saison einiges vom amtierenden DTM-Champion abschauen. "Ich schaue immer gerne zu, wenn jemand mehr Erfahrung hat, um von ihm zu lernen", bestätigt Habsburg.

"Daher war es so viel Wert, Dani Juncadella und Paul di Resta als Teamkollegen zu haben", spielt er auf sein R-Motorsport-Jahr an. "Ich habe sehr viel von ihnen gelernt, wenn es darum geht, wie man ein Rennwochenende angeht. Rene wird seine besten Tipps sicher nicht preisgeben, aber wenn ich etwas sehe, das hilfreich ist, würde ich das absolut übernehmen."

In der vergangenen Saison hatte er mit seinem neuen Audi-Kollegen Rast nur wenig zu tun: "Wir haben uns bisher nur bei Medienterminen oder anderen Anlässen gesehen."

© Motorsport-Total.com