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BMW hat nach der der missglückten DTM-Saison 2019 auch die Teamstruktur analysiert: Wie man nun dafür sorgt, dass es in beiden Werksteams frisches Blut gibt.

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BMW hat die Teameinteilung für die DTM-Saison 2020 bekanntgegeben und setzt auf Beständigkeit: Marco Wittmann und Timo Glock werden wie in der vergangenen Saison für Stefan Reinholds RMG-Team starten. Den vakanten Platz von Bruno Spengler nimmt Neuzugang Lucas Auer ein.

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Und beim belgischen RBM-Team von Bart Mampaey werden weiterhin Philipp Eng und Sheldon van der Linde Gas geben, während Audis "Überläufer" Jonathan Aberdein den Schweden Joel Eriksson ersetzten wird.

"Das Zusammenspiel von unseren vier bereits etablierten Fahrern und ihren Teams hat im vergangenen Jahr gut funktioniert", erklärt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt die Entscheidung. Dabei habe er Wert darauf gelegt, "die richtige Mischung aus Kontinuität und Veränderung sowie sportlichem Wettbewerb und Teamwork zu finden".

Künstliches Team RMR 2020 mit Auer und Aberdein

Durch die Neuzugänge und die damit stattfindende Blutauffrischung erziele man "die gewünschte Wirkung". Da in der Teamwertung der DTM eigentlich nur Zweier-Teams zugelassen sind, wird BMW auch weiterhin ein künstliches Team namens RMR bilden, das aus einem RMG- und einem RBM-Fahrer besteht: Diese Saison werden das die neuen BMW-Werkspiloten Auer und Aberdein sein.

Der Österreicher und der Südafrikaner werden sich eine Box teilen, zudem wird BMW wie in der Vergangenheit eine gemeinsame Einsatzmannschaft aus der belgischen Crew aus Mechelen und der deutschen Crew aus Niederzissen für das RMR-Duo bilden.

Obwohl Reinholds RMG-Mannschaft im Vorjahr mit 366 Punkten stärker war als das Mampaey-Team, ist Eng übrigens froh, weiterhin für die Belgier zu fahren.

Ausdrücklicher Wunsch: Eng wollte bei Mampaey bleiben

Der Sechsplatzierte in der Gesamtwertung offenbart im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com': "Ich habe den Wunsch geäußert, dass ich gerne in der selben Konstellation wie 2019 DTM fahren möchte. Ich kenne meinen Ingenieur, ich kenne meinen Performance-Ingenieur, ich habe zu Bart Mampaey ein sehr gutes Verhältnis - und auch zu meiner Crew."

Konstanz sei der richtige Weg, meint der Österreicher. Das hat auch damit zu tun, dass es in der DTM nicht viele Testmöglichkeiten gibt. Und wenn man einen Teamwechsel vornimmt, dann muss man sich an ein komplett neues Umfeld gewöhnen, was sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

Das nannte Ex-DTM-Pilot Spengler übrigens als Ursache für seine schwankenden Leistungen in den vergangenen Jahren. Oft reicht schon ein Wechsel des Renningenieurs - und der Fahrer kann nicht mehr ganz an seine Topform anschließen.

Marquardt will Werksteams näher zusammenbringen

Die Bestätigung der BMW-Einteilung bedeutet auch, dass Marquardt trotz einer intensiven Analyse nach der enttäuschenden Saison 2019 bei der Zusammenstellung der Teams keine großen Schwächen ortete. Dass die zwei BMW-Werksmannschaften, die 2020 durch Robert Kubicas BMW-Kundenteam ART ergänzt werden, intensiver miteinander verbunden werden sollen, gab Marquardt bereits Ende des vergangenen Jahres bekannt.

"Dieses Team wird unter dem Strich noch enger zusammenarbeiten als in den vergangenen Jahren", bestätigt Marquardt. "Das wird in dieser Saison einer der Schlüsselfaktoren für den sportlichen Erfolg."

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