Robin Frijns will nächstes Jahr in der DTM und der Formel E fahren
Robin Frijns will nächstes Jahr in der DTM und der Formel E fahren © Audi

Robin Frijns könnte im kommenden Jahr ein Doppelprogramm aus DTM und Formel E bestreiten, aber Audi will den Fahrern nicht zu viel zumuten: "Eine Gratwanderung"

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Nach der Veröffentlichung des DTM-Kalenders für die Saison 2019 ist klar: Es wird im nächsten Jahr keine Terminüberschneidung mit der Formel E geben. Audi-Motorsportchef Dieter Gass hat nun alle Puzzleteile beisammen, die ihm dabei helfen, mit den Fahrern ihre Programme für 2019 festzulegen. Auf Robin Frijns kommt möglicherweise ein Doppelprogramm aus DTM und Formel E zu, denn der Niederländer wird in der Elektrorennserie für das Audi-Kundenteam Virgin starten. Ob er auch weiterhin in der deutschen Tourenwagenserie fährt, steht derzeit noch nicht fest.

Eine mögliche Doppelbelastung und viel Reisestress sind für den Niederländer kein Problem, ganz im Gegenteil. "Ich selbst würde gerne beides tun. Ich fühle mich in der DTM wohl, obwohl ich auch viel Pech hatte. Aber wenn das Auto in einem Stück bleibt, kann ich zeigen, was in mir steckt. Ich fühle mich auch bei Audi zuhause. Ich würde nicht gerne gehen wollen", sagt Frijns zu 'Motorsport-Total.com'.

Am liebsten würde er jeden Tag in einem Rennauto sitzen, denn: "Ich liebe Racing. Und ich habe das auch in den vergangenen drei, vier Jahren mit der GT3 und Formel E so gemacht. Ich bin also daran gewöhnt."

Zu hohe Belastung vermeiden

Bei seinem Arbeitgeber aus Ingolstadt überlegt man derzeit, wie viel man seinen Fahrern zumuten möchte. "Ja, die Wochenenden sind getrennt, aber wir wissen auch, dass beide Rennserien hochprofessionell sind und das bedeutet, dass beide einem großen Aufwand bedürfen, um sich entsprechend auf die Events vorzubereiten", sagt Gass.

"Wenn ich mir den Rennkalender anschaue, insbesondere April und Mai, da gibt es fünf Rennwochenenden hintereinander. Das ist kein ganz einfaches Thema. Es liegt nicht offensichtlich auf der Hand, was das Richtige ist. Es ist immer eine Gratwanderung, dass die Belastung zu hoch ist."

Im April und Mai sind sechs Rennwochenenden und ein Test terminiert. Wenn ein Pilot in beiden Serien antritt, verbringt er mehr Zeit in Flugzeugen und Rennautos als zuhause. Doch das könnte auch ein Vorteil sein, denn so bleibt er im Rennrhythmus. "Wir sind grundsätzlich auch der Meinung, dass mehr Rennen den Fahrern eigentlich hilft. Was wir natürlich nicht wollen, ist, dass wir uns selbst ins Knie schießen, weil wir einen Fahrer möglicherweise überlasten würden. Das müssen wir uns anschauen", erklärt Gass.

Die Marke mit den vier Ringen stehe nicht unter Druck, kurzfristigen einen Fahrerkader präsentieren zu müssen, aber der Audi-Sportchef deutet an, dass schon bald die Würfel gefallen sein könnten. "Ich gehe davon aus, dass wir es in einem oder eineinhalb Monaten finalisieren werden."

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