Am zweiten DTM-Wochenende der Saison 2018 feierte Pascal Wehrlein sein Podiums-Comeback: "Nicht gedacht, dass ich so schnell wieder zurechtkomme"

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Nach einer zweijährigen Pause kehrte Pascal Wehrlein 2018 zurück in die DTM. Schon beim zweiten Rennwochenende am Lausitzring stand der DTM-Champion von 2015 wieder auf dem Podium - sein erster Podestplatz seit seinem Abschied aus der deutschen Tourenwagenserie nach dem Gewinn des Titels. Von 2016 bis 2017 war der Deutsche in der Formel 1 für Manor und Sauber am Start. Doch bei den Hinterbänkler-Teams war es für Wehrlein schier unmöglich auch nur in die Nähe des Podiums zu kommen.

Umso größer war die Erleichterung und die Freude über den dritten Platz im Sonntagsrennen in der Lausitz. Drei Mal startete der Mercedes-Pilot in dieser Saison bisher aus der ersten Reihe. In Zandvoort hätte er beinahe ein weiteres Podium eingefahren, doch er wurde "nur" Vierter. "Ich glaube, dass der Speed schon am zweiten oder dritten Rennwochenende da war, um auf das Podium zu fahren oder Rennen zu gewinnen. Ich glaube, Budapest hätte mein erster Rennsieg werden können", sagt der 23-Jährige über sein DTM-Comeback.

Am Hungaroring ging er von Startplatz zwei aus ins Rennen. Doch die Vorfälle ein der Boxengasse, durch die eine Safety-Car-Phase ausgelöst und das Rennen mit der Roten Flagge unterbrochen wurde, machten Wehrlein einen Strich durch die Rechnung.

Wehrlein bei fast allen Rennen in den Punkten

Trotz alledem ist er zufrieden, "dass ich schnell bin und ich mich wieder an alles gewöhnt habe in so kurzer Zeit". Doch die bislang gesammelten Punkte sind ihm zu wenig. "Wenn man auf die Tabelle schaut, oder allgemein auf die ersten zehn Rennen, und sieht, dass ich nur ein Podium eingefahren habe, spiegelt das einfach nicht wider, was eigentlich möglich gewesen wäre", meint er.

Mit 65 Zählern auf dem Meisterschaftskonto belegt Wehrlein aktuell den achten Gesamtplatz in der DTM-Fahrerwertung. Mit der Ausnahme von drei Rennen (Lausitzring und Norisring) war der Sternfahrer in jedem Rennen in den Punkterängen. Seine Bilanz der ersten Saisonhälfte in seinem Comeback-Jahr mit neuen Autos und neuen Regeln kann sich also durchaus sehen lassen.

Wehrlein selbst blickt mit gemischten Gefühlen auf die erste Hälfte der Saison 2018 zurück. Er ist "glücklich auf der einen Seite, denn ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder zurechtkomme und auch so schnell den Speed habe, um ganz vorne zu fahren". Andererseits: "Die Punkteausbeute ist enttäuschend, wenn man den Speed sieht", sagt er.

Mit den Rennwochenenden am Nürburgring (8./9. September) und in Spielberg (22./23. September) kommen noch zwei Strecken, die Wehrlein liegen müssten. Denn in seinem Meisterjahr 2015 stand er dort jeweils auf dem Podium. Vielleicht ist das ein guten Omen für den Mercedes-Fahrer und er kann diese Ergebnisse bei den kommenden Veranstaltungen wiederholen.

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