Alex Zanardi geht in seinem DTM-Boliden keine Risiken ein!
Alex Zanardi geht in seinem DTM-Boliden keine Risiken ein! © BMW

Beschleunigen, lenken, schalten, bremsen: Alex Zanardi macht das beim DTM-Wochenende in Misano mit seinen Händen - Die Sicherheit gehe aber vor

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Alex Zanardi gibt beim ersten Nachtrennen der DTM in Misano sein Debüt in der Tourenwagen-Serie. Der Italiener, der bei dem schrecklichen Champ-Car-Unfall am Lausitzring im Jahr 2001 seine Beine verloren hat, nutzt bei den Rennen ein neues Steuerungssystem, bei dem er mit seinen Händen beschleunigt, lenkt, schaltet und bremst. Bei der Sicherheit seien BMW und Zanardi aber "keine Kompromisse eingegangen".

"Das ist etwas wie Akrobatik, aber es ist möglich", sagt der Rennfahrer, der für BMW in der DTM an den Start geht. "Mir ist wichtig, dass ich mich in der sicheren Zone bewege. Das neue System, das aus neuen Hilfen besteht, hat Vor- und Nachteile. Jedoch überwiegen die Vorteile." Während das alte System physisch sehr fordernd war, könne er mit der neuen Lösung mit den anderen Fahrern der DTM körperlich mithalten meint Zanardi.

Jedoch sei es nicht einfach, das Auto zu kontrollieren, wenn es einmal ausbricht. Zanardi müsse dann "akrobatisch" mit seinen Händen arbeiten, um das Auto wieder zu fangen. Er sagt: "Wenn ich nach links lenke, ist meine Hand unten und mit dieser Hand gebe ich Gas und kontrolliere das Lenkrad. Wenn ich rutsche, muss ich gegenlenken und das ist in dieser Position nicht möglich. Ich muss mit der rechten Hand schnell ans Lenkrad greifen, um zu lenken, und gleichzeitig mit der linken Hand das Gas dosieren."

In seinem ersten DTM-Rennen am Samstagabend kam Zanardi auf Platz 13 ins Ziel. Der Italiener hatte sich für den letzten Platz qualifiziert, durfte aber von Platz 18 starten, weil Jamie Green aus der Boxengasse starten musste. Im Rennen profitierte Zanardi von insgesamt sechs Ausfällen, durch die er bis auf Position 13 vorgespült wurde. Sein zweites Rennen findet am Sonntagabend statt. Der Livestream beginnt um 22:15 Uhr.

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